"Ziel - Zukunft - Zeil", unter diesem Motto geht die CSU in der Fachwerkstadt in den Kommunalwahlkampf. Bei ihrer Nominierungsversammlung am Dienstagabend im Restaurant "Esszimmer" stellten die Christsozialen ihr 20-köpfiges Team vor, das sich für den Stadtrat bewirbt. Aktuell hat die CSU acht Sitze im Rat.

"Nur wenn ich ein Ziel habe, kann ich mich auf den Weg machen", stellte Stadtrat und Zweiter Bürgermeister Dieter Köpf das Motto der CSU vor. Es gehe um eine Strategie, vielleicht auch eine Vision für Zeil. Die CSU möchte sich laut Köpf zum Wohl der Stadtgemeinschaft einsetzen und die Lebensbedingungen in Zeil so gestalten, dass man gut und gerne hier leben kann.

Um die Ziele konkret zu machen, habe man sich zu einem Workshop getroffen, bei dem zu fünf Handlungsfeldern Punkte zusammengetragen wurden, die für die Zukunft wichtig seien. Mit diesen wolle man die Bürger überzeugen, ihre Stimmen für die CSU-Stadtratskandidaten abzugeben, so Köpf.

Keiner will Bürgermeister werden

"Mein Bauchgefühl sagt mir, es hätte Sinn gemacht, auch einen Bürgermeisterkandidaten zu stellen", erklärte Ortsvorsitzender Andreas Diehm, der aber auch gleichzeitig bedauerte, keinen Zeiler gefunden zu haben, der bereit gewesen wäre, sich für das Amt zu bewerben. Einen Ortsfremden zu küren, erteilte der Vorstand im Vorfeld eine Absage.

Unter dem Wahlausschuss, bestehend aus Julian Müller, Jonas Weinhold und Landrat Wilhelm Schneider, der dessen Vorsitz übernahm, stimmten alle 23 anwesenden CSU-Mitglieder in geheimer Wahl einstimmig für den von der Ortsvorstandschaft präsentierten Listenvorschlag.

Die Erstplatzierten

Marcus Fröhlich, der Fraktionsvorsitzende der CSU im Stadtrat, führt die Liste auf Platz eins an. Der 39-jährige Kreiskämmerer gehört bereits seit gut sechs Jahren dem Gremium an und möchte weiterhin zum Wohle der Zeiler die Heimatstadt mitgestalten. Auf Platz zwei folgt der bereits seit 1992 dem Stadtrat angehörende Dieter Köpf. Der Finanzbeamte im Hauptberuf wirkt derzeit auch an verantwortlicher Position als Zweiter Bürgermeister bei der Meinungsbildung im Stadtrat mit. Anton Aumüller, der CSU-Stimmenkönig bei der Wahl 2014, ist auf Platz drei gesetzt. Der praktische Arzt, der jetzt auch neu dem Kreistag Haßberge als Nachrücker für den verstorbenen Theo Diem angehört, möchte seine erfolgreiche Arbeit im Stadtrat, in dem er seit 2002 dabei ist, weiterhin fortsetzen.

Vorsitzender tritt nicht mehr an

Auf den anderen Plätzen folgen verdiente Stadträte genauso wie Newcomer, die sich für die Allgemeinheit engagieren wollen. Das Team aus allen Alters- und Berufsgruppen sowie sämtlichen Stadtteilen habe sich als schlagkräftige Mannschaft das Ziel gesetzt, möglichst viele Sitze im Stadtrat zu besetzen. Dies erklärte Andreas Diehm, der aus beruflichen Gründen selbst nicht mehr kandidieren wird. Gut 18 Jahre und zuvor drei Jahre als Ortssprecher des Stadtteils Schmachtenberg gehörte er dem Gremium an.

Im Anschluss an die Nominierung umriss Landrat Wilhelm Schneider die aktuellen Entwicklungen im Landkreis. Unter anderem sagte Schneider seine Unterstützung bei der Entstehung eines Allianz-Bades zu. Auch wenn es die Zeiler wohl mit gemischten Gefühlen sehen, habe sich Eltmann in einem Standortgutachten als Favorit für den Standort herauskristallisiert. Aufgrund der dortigen Schulen, für die der Landkreis als Sachaufwandsträger zuständig ist, könne man auch über einen finanziellen Einstieg in das Projekt nachdenken.

Die Bewerber

Die Kandidaten für den Zeiler Stadtrat in der Reihenfolge ihrer Listenplätze: 1. Marcus Fröhlich, 2. Dieter Köpf, 3. Anton Aumüller, 4. Heike Hluchnik, 5. Klaus Schneider, 6. Michael Hetterich, 7. Christian Melchior, 8. Matthias Diehm, 9. Christian Käb, 10. Reinhard Zehner, 11. Paul Berchthold, 12. Markus Wacker, 13. Stefan Böttcher, 14. Oliver Merkl, 15. Max Hluchnik, 16. Andrea Weinmann, 17. Josh Mahr, 18. Carina Küfner, 19. Imelda Hetterich, 20. Michael Brehm. Die beiden Ersatzkandidaten sind Christiane Will und Svitlana Dürnhöfer. cl