Weitere 17 positive Coronavirus-Fälle sind am Donnerstag im Landkreis Kulmbach bestätigt worden. Von den aktuell 188 Infizierten sind 89 innerhalb der vergangenen sieben Tage positiv getestet worden. Die Inzidenz im Landkreis Kulmbach steigt damit leicht auf 124,6.

Dennoch ist diese Inzidenz nach wie vor im Vergleich zu den bayerischen und bundesweiten Werten auf einem niedrigen Niveau. Landrat Klaus Peter Söllner bedankt sich herzlich für die große Disziplin, die in weiten Teilen der Bevölkerung des Landkreises spürbar sei.

Das Landratsamt weist im Übrigen darauf hin, dass die Testzentren im Landkreis Kulmbach und ein großer Teil der Ärzte auch über die Weihnachtstage zahlreiche Testungen vorgenommen haben. Deshalb entspreche die Inzidenz durchaus zumindest annähernd der tatsächlichen Lage.

Gleichwohl wird für die ersten Wochen des neuen Jahres mit einem verstärkten Aufkommen der Omikron-Variante zu rechnen sein, betont die Leiterin des Gesundheitsamts, Camelia Fiedler. Im Landkreis Kulmbach wurde diese sich schnell verbreitende Virusvariante bisher zehn Mal festgestellt.

Die Ministerien haben festgelegt, das bei Auftreten der Omikron-Variante eine verstärkte Quarantäne-Regelung zur Anwendung kommt. Dies sei notwendig, um die Infrastrukturen im Bereich der ärztlichen Versorgung, in der Pflege, in den Behörden und im wirtschaftlichen Bereich aufrechtzuerhalten. Auch wenn diese restriktiven Maßnahmen den Einzelnen schwer einschränken und mitunter schwer zu akzeptieren sind, ist das Gesundheitsamt Kulmbach an die Einhaltung dieser rechtlichen Grundlagen gebunden.

Im Klinikum Kulmbach werden momentan elf Covid-19-Patienten stationär betreut, drei davon intensiv. In Quarantäne befinden sich 237 Landkreisbürger.

Noch ein Blick auf die Impfquoten im Landkreis: 52 921 Bürger (74,09 Prozent) sind einmal, 50 734 (71,03 Prozent) zweimal geimpft. Ihre Boosterimpfung haben 26 578 (37,21 Prozent) erhalten.

Blick nach Bayreuth

Der Landkreis Bayreuth meldete gestern eine Sieben-Tage-Inzidenz von 151,4. Im Vergleich zum Mittwoch waren 27 neue Infizierte hinzugekommen. Vollständig geimpft sind im Kreis Bayreuth 72,5 Prozent der Bevölkerung, 34,7 haben bereits ihren Booster-Piks erhalten. Der Inzidenzwert in der kreisfreien Stadt Bayreuth lag gestern nach 24 Neuinfizierten bei 124,2.

Die Lage in Lichtenfels

Auch wenn die Inzidenz gesunken ist, so bleiben die Covid-19-Infektionszahlen im Landkreis Lichtenfels weiterhin hoch. Am Mittwoch (Stand 15.30 Uhr) waren im Landkreis 334 Personen mit dem Coronavirus infiziert, der Inzidenzwert lag gestern bei 268,3.

Bei den Impfquoten erreicht der Landkreis Lichtenfels auch in dieser Woche einen Spitzenplatz: Rein statistisch haben 80,05 Prozent der Landkreisbevölkerung eine Zweitimpfung erhalten, 52,08 sind bereits geboostert. Zum Vergleich: Deutschlandweit liegt die Quote bei den vollständig Geimpften bei 71,1 Prozent und bei den Auffrischungsimpfungen bei 38,0 Prozent.

Die Kronacher Zahlen

Deutlich entspannt hat sich in den letzten Wochen die Pandemie-Lage im zwischenzeitlich arg gebeutelten Landkreis Kronach. Am Donnerstag ist dort der Inzidenwert erstmals seit langem wieder unter 200 gesunken, exakt auf 180,8. red