Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Selbsthilfegruppe RLS (Restless Legs Syndrom) Bad Kissingen fand das Treffen in einer etwas anderen Form statt. Die Mitglieder trafen sich diesmal in Hammelburg zu einer einstündigen Stadtführung und anschließend in der Einhorn-Apotheke mit Dr. Hose. Hier hatten alle die Möglichkeit, sich über ihre RLS-Medikamente, bzw. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu informieren und beraten zu lassen.
Das Restless Legs Syndrom ist eine Erkrankung, die man nicht sieht, die einen aber in die Verzweiflung treiben kann. Es sind Missempfindungen wie Ziehen, Kribbeln, Jucken, Reißen, Brennen, Schmerzen (meist in den Beinen), die einen vor allem abends und nachts nicht zur Ruhe kommen lassen. Davon sind weit mehr betroffen, als man vermutet. Es ist die zweithäufigste neurologische Erkrankung nach Migräne. Aber nicht jeder ist so stark betroffen, dass er Medikamente braucht. Wer allerdings täglich oder stärker davon betroffen ist, so dass er keinen Abend sitzen kann und keine Nacht mehr schlafen kann, ist sehr froh, dass es Medikamente gibt, die helfen können.
RLS trifft überwiegend Frauen, meist schon in der ersten Schwangerschaft, es vergeht dann wieder und tritt dann ab und zu mehr oder weniger stark auf. Etwa ab 35 Jahren verstärkt es sich bei den meisten. Bei vielen helfen dann auch sogenannte Hausmittel nicht mehr. Es können auch schon Kinder betroffen sein, teilt die Gruppe mit.
RLS-Beschwerden beeinträchtigen die Gesundheit durch ständigen Schlafmangel und fehlende Ruhe. Oft werden auch die Partner gestört, weil der/ die Betroffene nachts mit den Beinen ausschlägt, ohne dass dies gesteuert werden kann oder man bewegt die Beine, um das Kribbeln usw. los zu werden. Es hat auch Auswirkungen auf soziale Beziehungen. Viele ziehen sich zurück, gehen nicht mehr mit Freunden aus.
Die RLS-Selbsthilfegruppe Bad Kissingen trifft sich am dritten Samstag in den Monaten Januar, April, Juli und Oktober im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Bad Kissingen um 15 Uhr. Infos:
Tel.: 09704/ 5373. red