Im Jahr 2016 wurden im Landkreis Lichtenfels 1854 Verkehrsunfälle polizeilich bearbeitet. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl leicht um 22 Unfälle oder um 1,2 Prozent. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden nahm gegenüber 2015 von 260 auf 235 oder um 9,6 Prozent ab. Dabei wurden 53 Personen (Vorjahr 74) schwer und 267 (identisch mit Vorjahr) leicht verletzt. 2015 waren bei zwei Unfällen drei Personen getötet worden, 2016 ereigneten sich ebenfalls zwei tödliche Verkehrsunfälle, bei den zwei Verkehrsteilnehmer tödlich verletzt wurden.
Bei 379 Unfallfluchten zeigten die Unfallverursacher ihre soziale Inkompetenz und wollten die Unfallgegner auf ihrem Schaden sitzen lassen. Allerdings konnten 150 der Flüchtigen ermittelt werden. Sie erhielten empfindliche Strafen, die teilweise auch zum Entzug der Fahrerlaubnis führten. Die Anzahl polizeilich erfasster Wildunfälle stieg von 391 auf 432.
Hauptunfallursachen, insbesondere bei schweren Unfällen, sind nach wie vor überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit und Trunkenheit im Verkehr. Deshalb legt das bayerische Verkehrssicherheitsprogramm 2020 einen seiner Schwerpunkte auf die Bekämpfung dieser Ursachen. Im zurückliegenden Jahr wurden 117 Fahrzeugführer angezeigt, weil sie unter Alkoholeinfluss am Straßenverkehr teilgenommen oder gar einen Verkehrsunfall verursacht hatten. Dies bedeutet ein Plus von 28 Beanstandungen gegenüber 2015. Außerdem standen 39 Kraftfahrzeugführer unter Drogeneinwirkung. Alle Alkohol- und Drogensünder mussten ihren Führerschein abgeben.


475 Raser zur Kasse gebeten

Bei Kontrollen, bei denen die Geschwindigkeitsmessgeräte im Einsatz waren, waren 475 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs, was ein Verwarnungsgeld oder eine Geldbuße zur Folge hatte. Drei Autofahrer mussten wegen der Verhängung eines Fahrverbotes sogar einige Zeit zu Fuß gehen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Überwachung des Schwerlastverkehrs. Bei Kontrollen hatten 117 Brummifahrer gegen Vorschriften verstoßen. pol