Diesel ade, weil keiner sie mehr mag? Das lässt sich für den Kreis Kulmbach so nicht sagen: hier hat der Dieselbestand von 2018 auf 2019 sogar um 50 Diesel-Pkw zugenommen. Das ist in der Bestandsanalyse für 2019 nachzulesen, die das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt veröffentlicht hat. Danach beträgt der Bestand im Kreis Kulmbach exakt 48 866 Autos. In denen sind 16 271 Diesel-Pkw enthalten. Insgesamt ist der Kraftfahrzeugbestand um 770 Fahrzeuge gewachsen. Darin sind alle Fahrzeuge mit Zulassung enthalten, auch Anhänger. Damit wurde mit 63 849 zugelassenen Fahrzeugen ein neuer Höchststand erreicht.

Diesel, Benziner, Gas, Elektro (inklusive Hybride) oder Brennstoffzelle - das ist die Auswahl, die derzeit zur Verfügung steht. Die Diesel stehen unter Druck, weil bei Teilen der Euro-5-Flotte Betrugssoftware nachgewiesen wurde und weil die Deutsche Umwelthilfe an diesem Umstand die Forderung nach Fahrverboten aufhängte. Das Paradoxe daran, in Stuttgart hat es zuerst die Euro-4-Diesel getroffen, in denen gar keine Betrugssoftware verbaut ist. In der Folge wird die Nachfrage schwächer, wo die Wahrscheinlichkeit von Fahrverboten größer wird. Auf den Fahrzeugbestand im Landkreis Kulmbach wirkt sich diese Diesellage nicht aus.

Die Entwicklung von 2018 bis 2019 sieht so aus: Verglichen mit dem Vorjahr ist die Zahl der Benziner im Kreis Kulmbach von 31 449 auf 31 834 Pkw gestiegen. Das Plus von 385 Fahrzeugen in dieser Gruppe entspricht einer Zunahme von 1,22 Prozent. Bei den Dieseln ist die Zahl von 16 221 auf 16 271 Pkw gewachsen. Das Plus von 50 Diesel-Pkw entspricht einer Zunahme von 0,31 Prozent. Zu den 74 Elektroautos (Vorjahr: 42 / Zuwachs plus 76,2 Prozent) kamen noch 322 Hybride, die den Vorteil haben, dass sie nicht stromlos liegenbleiben können. Vor einem Jahr waren es noch 221 gewesen. Prozentual liegt der Zuwachs bei 45,7 Prozent.

Nach der aktuellen Bestandsanalyse sind damit im Kreis Kulmbach 65,15 Prozent der Pkw Benziner, 33,30 Prozent haben einen Dieselmotor und nur der Rest (1,56 Prozent) ist laut KBA-Übersicht für 2019 mit anderen Motorarten oder Treibstoffen unterwegs. zds