Von Ludwigsstadt bis Küps und von Schmölz bis Unterrodach kamen Kindergottesdienst-Teams im neuen evangelischen Gemeindehaus in Kronach zu einem Fortbildungsabend zusammen.
Wie heißt es doch: "Wunderbares passiert beim Erzählen: Ich komme in Welten, die ich real nie erreichen kann, ich bin im Königshof in Jerusalem, im Zelt der Nomaden in der Wüste, ich kämpfe mit David gegen die Philister, ich gehe mit Jesus und sehe ihn Blinde heilen. Ich höre den Lobgesang der Hanna, als ihr Kind geboren ist, und ich höre die Worte Gottes am brennenden Dornbusch. Tiere können reden, ein Engel spricht, und ich bin dabei. Im Erzählen überspringe ich Zeiten und Grenzen, ..." (Zitat aus "Biblische Geschichten lebendig erzählen" von Jochem Wethof, Seite 9)
Susanne Haeßler, Pfarrerin für Kindergottesdienst aus dem Landesverband für evangelische Kindergottesdienstarbeit in Bayern zeigte anschaulich, wie man beim Erzählen verschiedene Sinne ansprechen kann. Dies probierten die Teilnehmer unmittelbar an konkreten Geschichten aus.
So wurde der Zöllner Zachäus mit Goldtalern und Edelsteinen sichtlich überschüttet - aber um ihn herum legte sich ein schwarzer Flor von Einsamkeit. Der weicht einem weißen Lichtsaum, als Jesus ihm begegnet.
Und wer hätte geglaubt, dass man bei 28 Grad schwüler Wärme ein frostiges Gefühl und Gänsehaut vor Kälte bekommt? Die Teilnehmer wurden so in die Sankt-Martin-Geschichte hineingenommen, dass sie die Schneeflocken fast selber spürten und die furchtbare Kälte, die dem Bettler zusetzte.
Weitere Erzählmethoden zum Mitmachen oder mit Bodenbildern, mit Tageslichtprojektor oder Orffinstrumenten wurden in Teams erarbeitet und ausprobiert. Der Tipp der Teilnehmer:
"Kommt einfach in den nächsten Kindergottesdienst und erlebt die lebendigen biblischen Geschichten. Im Erzählen überspringen wir Zeiten und Grenzen ..." red