Weisendorf — Mit einem völlig überfüllten Festgottesdienst verabschiedete sich die Kirchengemeinde St. Josef sowie zahlreiche Weisendorfer von Pfarrer Lars Rebhan.
In seiner Ansprache nach der Predigt erinnerte Pfarrer Rebhan an die vielen Veranstaltungen und Begegnungen der Kirchen in Weisendorf, Großenseebach und Hannberg. So habe er wunderbare Menschen kennen und schätzen gelernt. Am Ende des Gottesdienstes gab es nicht nur Beifall, sondern auch viele Dankesworte des Landrates und Bürgermeisters sowie der Kirchengemeinde mit Kirchenchor und Kirchenband und dem evangelischen Pfarrer Wilfried Lechner-Schmidt. Sein evangelischer Amtskollege dankte insbesondere für die gelebte Ökumene in Weisendorf und dafür, dass Lars Rebhan immer ansprechbar und zur Stelle war, wenn er gebraucht wurde.


"Ein gutes Miteinander"

Landrat Alexander Tritthart (CSU) und Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) dankten dem Pfarrer für die hervorragende Zusammenarbeit. Die beiden Grußwortredner wiesen insbesondere auch auf das gute Miteinander zwischen Politik und Kirche hin. So konnten viele Probleme bereits bei einem Gespräch aus der Welt geschafft werden. Landrat und Bürgermeister hoben vor allem das gute Verhältnis des Pfarrers zu den Kindern und Jugendlichen hervor, die von Pfarrer Rebhan in all den Jahren aktiv in der Gemeindearbeit mit eingebunden wurden.
Die Gläubigen im Seebachgrund erfuhren die Nachricht nach der Fronleichnamsprozession: Pfarrer Lars Rebhan verlässt die Kirchengemeinde und sein Dienst als Pfarrer für Weisendorf, Hannberg und Großenseebach endet am 31. August. Seit zehn Jahren ist Lars Rebhan Pfarrer im Seebachgrund und hat sich in dieser Zeit allseits große Wertschätzung erworben. Die Versetzungsordnung für Priester sieht im Regelfall eine Zeit von zehn bis maximal zwölf Jahren an einer Stelle vor. Allerdings war Pfarrer Rebhan in diesem Jahr noch nicht auf einen Wechsel eingestellt. Im Gemeindebrief schreibt dazu der Pfarrer: "Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt, lautet ein abgewandeltes Sprichwort. So ging es mir in den letzten Wochen."
In seiner Abschiedsrede erzählte der Pfarrer über die zehn Jahre im Seebachgrund. "Die Pfarreien Weisendorf und Hannberg waren meine erste eigenständige Pfarrstelle, und ich war sehr gerne hier Pfarrer im Seebachgrund." So habe er die Pfarreien als sehr lebendig und initiativreich erlebt und mit sehr großer Unterstützung durch Ehrenamtliche in den verschiedenen Bereichen.


Große Projekte gelungen

So seien manche großen Projekte gelungen. Gerne erinnere er sich an das Kindermusical "Zachäus" und die Jubiläen "650 Jahre Pfarrei Weisendorf" und "125 Jahre St. Josef. Er freue sich über die große Akzeptanz der in Zusammenarbeit der Pfarreien gestalteten Kinderkirche "Abenteuerland" in Großenseebach, ebenso über das neue Projekt "KiSi" in St. Josef.
"Sicher konnte ich nicht allen Erwartungen gerecht werden. Wo ich jemanden verletzt oder enttäuscht haben sollte, bitte ich um Vergebung", erklärte Pfarrer Lars Rebhan.
Allerdings hat sich durch den Wechsel von Pfarrer Michael Schüpferling, der nach St. Theresia in Erlangen kommt, eine offene Stelle ergeben, die für Lars Rebhan aus verschiedenen Gründen - auch wegen der räumlichen Nähe zu seinen Eltern - eine Chance ist, die sich vielleicht so in den nächsten Jahren nicht mehr ergibt. Deshalb entschloss er sich, den passenden Zeitpunkt zu ergreifen um sich für die Pfarrei Marktgraitz mit der Kuratie Redwitz und der Filiale Schneckenlohe sowie die Pfarrei Lettenreuth im Dekanat Lichtenfels zu bewerben. Der Erzbischof nahm die Bewerbung an und so kommt es nun zu einem relativ schnellen Wechsel. Für Hannberg und Großenseebach wird Pfarrer Rebhan seinen letzten Gottesdienst am 30. Juli in der Pfarrkirche in Hannberg feiern.