Etzelskirchen — Würde und Wärme - diese Attribute soll der neugestaltete Abschiedsraum im BRK-Alten- und Pflegeheim in Etzelskirchen ausstrahlen, der über zwei Tage von drei Studierenden der Universität Erlangen vor allem farblich neu gestaltet wurde.
Die zweitägige Aktion war Teil der Sozialaktion "Dir helf ich" - Tage des sozialen Engagements der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) und der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in Erlangen. Im Rahmen des Projekts wurde die Senioreneinrichtung in Etzelskirchen vor längerer Zeit von den beiden Gruppen angeschrieben und ein ehrenamtlicher Einsatz von Studierenden für ein bestimmtes Projekt angeboten. Seitens des Heimes entschied man sich spontan dafür, den Abschiedsraum neben der Kapelle im Rahmen der Aktion umzugestalten. Ein Projektantrag wurde an ESG und KHG gesendet und auch sofort angenommen.
Zwei Tage waren dann Theresa Lauterbach, Simone Oppel und Heiko Seeburg, allesamt Studierende der evangelischen Theologie an der Uni Erlangen in der Pflegeeinrichtung aktiv.

Symbol für den Übergang

Zuerst wurden die Deckenbalken mittels Schleifgeräten vom alten Farbanstrich befreit, um dann dem Raum mit einem wärmeren Farbton einen ansprechenderen Charakter zu geben.
Zudem hatten die Studierenden noch ein Bild gemalt, was zukünftig den Raum schmücken wird und in seiner Gestaltung den Übergang vom Leben zum Tod symbolisiert sowie ein ansprechendes Abdecktuch gestaltet, mit welchem die jeweils nicht benötigte Aufbahrungsvitrine abgedeckt werden kann.
Nach Abschluss der restlichen Arbeiten, unter anderem bekommt der Raum einen neuen, ansprechenderen Bodenbelag wird der Raum durch die Aktion eine deutliche Aufwertung erfahren haben.
Nach Aussage von Markus Ahne, Leiter der Senioreneinrichtung soll der Raum, in welchem die verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohner bis zur Abholung durch den Bestatter aufgebahrt werden können, nicht als "Abstellraum" verstanden werden.

Aktion gibt's alle zwei Jahre

Vielmehr ist es ein Ort, der durch seine ansprechende Gestaltung den Verstorbenen ihre Würde erhält und Angehörigen einen würdevollen Abschied ermöglicht. Nach Aussage der Studierenden wurden im Rahmen der Aktion in diesem Jahr etwa 25 Projekte in sozialen Einrichtungen verwirklicht, an denen sich mehr als 100 Studierende ehrenamtlich engagiert hatten.
Die Aktion wird alle zwei Jahre durchgeführt. Beim letzten Mal war das BRK-Alten- und Pflegeheim auch schon dabei - damals wurde von Studierenden der "Strand" im Innenhof gestaltet. red