Christiane reuther

Es klingt etwas sperrig: Die Gemeinde Wonfurt strebt eine wassertouristische Aufwertung an. Gemeint ist damit eine Zusammenfassung bestehender Projekte, die mit Wasser im engeren und weiteren Sinne zu tun haben. Durch die Leader-Förderung (Mittel der Europäischen Union) wird das Ganze in ein Gesamtkonzept gepackt. Informationen zum aktuellen Sachstand erteilte Bürgermeister Holger Baunacher (JL) während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.
Unter dem Motto "Natur, Kultur und mehr" sollen gemeinsam mit der LAG Haßberge der Von-Seckendorff-Platz, die Altachquelle und die "Gelbe Welle" in und um Wonfurt als Einzelprojekte sowohl für die Bewohner als auch für die Gäste aufgewertet oder überhaupt umgesetzt werden. Dafür wurde ein ganzheitliches Konzept geschaffen. Dieses beinhaltet etwa auch Führungen für Radfahrer, Wanderer und Läufer. Orientierungspunkte sollen als Anlaufstelle für die Radler mit einem Rast- und Ruheplatz dienen. Dadurch soll auch der Maintalradweg entlastet werden, wie Baunacher ausführte.
Kleinere Anziehungspunkte sollen Touristen für die Region begeistern. Zudem soll die Verbindung von Natur und Wasser in Form eines kleinen Wasserlehrpfades über drei Stationen verdeutlicht werden. Die Stärkung und Erhaltung der einheimischen Gastronomie ist ein weiteres Ziel des Projektes, bei dem das Hauptaugenmerk auf der wassertouristischen Aufwertung liegt.
Dafür wird die Kneippanlage an der Altachquelle im oberen Bereich aufgewertet. Das bestehende Tretbecken soll vergrößert und Quadersteine angebracht werden. Die Besucher sollen die Möglichkeit haben, nicht nur die Beine, sondern auch die Arme zu erfrischen.


Blick aufs Schloss

Am Von-Seckendorff-Platz soll eine Ruhezone geschaffen werden mit einem Bewegungsparcours für Senioren. Ferner soll die Grünfläche in diesem Bereich verbessert werden, um so den Blick auf das Schloss bewusst zu genießen.
In einem weiteren Punkt informierte Baunacher über die Nutzung einer Hütte als Jugendraum. Diese liegt am Ende des Weges in der Lehmgrube in Wonfurt. Baunacher sieht den Jugendtreff als temporäre Lösung an. Es sind keine baulichen Umbaumaßnahmen seitens der Gemeinde geplant. Die Jugendlichen müssen die Regeln der Hausordnung berücksichtigen und sind für die Grünpflege rund um die Hütte verantwortlich. Dies hatte Baunacher in Gesprächen mit den Jugendlichen so vereinbart. Seitens der Gemeinde sollen drei bis vier Solarlampen mit Bewegungsmelder am Wegesrand zur Lehmgrube angebracht werden. Die Kosten belaufen sich auf 700 bis 1000 Euro pro Lampe. In diesem Zusammenhang sollen auch in der Gasse "Fuchshof" in Wonfurt ein bis zwei Solarlampen angebracht werden. cr