Weilersbach — Groß feierten die Weilersbacher ihren frisch gebackenen Kreisbrandinspektor (KBI) Wolfgang Wunner. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Weilersbach war von Landrat Hermann Ulm (CSU) zum 1. Juli zum Kreisbrandinspektor des Bezirks IV ernannt worden. Wunner tritt damit die Nachfolge von Georg Henkel an.
Mit Pauken und Trompeten holten die Feuerwehrkameraden ihren "Wolfgang" zur Feier ab. Mit dabei waren Vizebürgermeister Marco Friepes (CSU) und Ehrenkreisbrandinspektor Georg Henkel. Nach einem Sekt-Umtrunk im Wunnerschen Garten ging es dann in langer Marschkolonne mit den Weilersbacher Musikanten Richtung Feuerwehrhaus.
Dort gratulierten dem neuen KBI nach Grußworten Zweiter Kommandant Michael Henkel und Vorsitzender Michael Wölker mit: "Die gesamte Feuerwehr Weilersbach ist stolz auf diese Beförderung". Die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Vizebürgermeister Friepes und betonte, dass durch den guten Ausbildungsstand der Weilersbacher Wehr im Landkreis immer wieder Führungspositionen besetzt werden. Auch Wunners Vorgänger Henkel ließ es sich nicht nehmen, seinem Nachfolger seine Glückwünsche zu überbringen und zählte noch einmal den gemeinsamen Werdegang innerhalb der Feuerwehr und später innerhalb des Feuerwehr-Kreisverbands in verschiedenen Gremien, zum Beispiel im Fachbereich Ausbildung, auf. Henkel sicherte Wunner für die Zukunft, wenn gebraucht, jederzeit seinen Rat zu.

Neuer Kommandant gesucht

Überwältigt von so viel Anteilnahme und Anerkennung blieb Wunner nur noch ein "Danke". In seinem Schlusswort sah der neue KBI die Ernennung mit einem lachenden und weinenden Auge. Denn gerade im Jubiläumsjahr "150 Jahre Feuerwehr Weilersbach" werde er in absehbarer Zeit das Amt des Ersten Kommandanten abgeben. Er versprach jedoch, weiterhin bei der örtlichen Feuerwehr dabei zu sein, sei es bei Übungen oder Festlichkeiten. "Ich war immer mit Spaß und Leidenschaft bei der Feuerwehr, und durch den neuen Aufgabenbereich kann man einiges bewegen" sagte er. Seine Feuerwehr sieht er jedenfalls gut aufgestellt, und für die Nachfolge stehen hervorragend ausgebildete Feuerwehrler bereit.
Wolfgang Wunners Engagement bei der Feuerwehr begann vor 34 Jahren, 1981, mit dem Eintritt in die Weilersbacher Feuerwehr. Seit 1998 bis zu seiner jetzigen Ernennung zum Kreisbrandinspektor war der 50-Jährige Kommandant der Weilersbacher Wehr, Zugführer im ersten Löschzug "Rettung" des Landkreises bis zu seiner Auflösung und Kreisbrandmeister im Bezirk 4/4.
Heidi Amon