Hammelburg — Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, Bezirksgruppe Unterfranken, hatte die französischen Reservisten aus der Pass-Normandie zu einem Besuch in die Kaserne in Hammelburg eingeladen. Aus dem Komitat Heves/Ungarn kam eine Abordnung, zu der seit drei Jahren eine Partnerschaft besteht.

"Nie wieder Krieg"

Beim Festakt begann der Bezirksvorsitzende von Unterfranken, Kurt Berger, seine Grußworte mit den Worten: "Nie wieder Krieg, sondern Aussöhnung und Freundschaft. Konrad Adenauer und Charles de Gaulle reichten sich über die Gräber der gefallenen Soldaten hinweg die Hände und begründeten die deutsch-französische Freundschaft. Viele Gemeinden und Städte haben Partnerschaften zwischen beiden Ländern geschlossen und die Freundschaft gefestigt. Auch wir Reservisten aus Unterfranken wollen ein Zeichen setzen und sagen mit Überzeugung, dass dies hervorragend gelungen ist. "
Der Präsident der Reservisten der Pass-Normandie, Jean-Louis Delahaye, misst der Partnerschaft eine große Bedeutung zu und verwies auf den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und die Landung der Alliierten in der Normandie vor 70 Jahren. Die seit 25 Jahren bestehende Partnerschaft zwischen der Normandie und Unterfranken sei ein Baustein, der diese Freundschaft garantieren soll. Die ungarischen Kameraden seien dazugekommen, um diese Freundschaft auszubauen.
Auch Sándor Munkácsi, stellvertretender Präsident der Reservisten von Matasz und Bezirksvorsitzender der Reservisten aus dem Komitat Hevez, hob die Beziehung zu den deutschen Reservisten hervor und überbrachte Grüße im Namen des Landesverbandes der ungarischen Reservisten. Er sei dankbar, dass vor drei Jahren diese Partnerschaft gegründet worden sei. Er sieht sie brüderlich, sie stehe über der Politik: "Wir blicken auf die deutschen und französischen Kameraden wie auf die älteren Brüder, die uns in unserer Entwicklung helfen."
Der Landrat des Kreises Main-Spessart, Thomas Schiebel, ging auf die Wichtigkeit der Völkerverständigung ein, die erlebbare Zeichen der Versöhnung setzt. Der stellvertretende Bezirkstagspräsident und ehemalige Landrat, Armin Grein, wünschen der Partnerschaft viel Erfolg, damit wir auch weiterhin in Frieden leben können.
Hohe Auszeichnungen, darunter das Europakreuz der CEAC (Hintergrund ist das Frontkämpferkreuz aus einer französischen Stiftung, die Ende des Zweiten Weltkrieges gegründet wurde) verlieh Kurt Berger drei Kameraden aus Frankreich und Herbert Hausmann, dem Partnerschaftskomitee-Vorsitzenden der Reservisten Unterfranken für Frankreich, für ihren Einsatz zur Weiterentwicklung und Zusammenarbeit.

Humanitäre Hilfe

Nach dem Austausch von Erinnerungsplaketten und Gastgeschenken dankte Sándor Munkácsi im Auftrag des Verteidigungsministers allen, die die Zivilorganisation unterstützen, die erst die humanitäre Hilfe nach Ungarn möglich macht. Bis heute sind bereits 21 Transporte nach Ungarn gefahren, ein weiterer ist in Vorbereitung. Der Lkw mit Krankenhausbetten, medizinischem Gerät, Bekleidung, Bettwäsche und Haushaltsartikeln ist dank der vorbildlichen Koordination der Spedition Geis auf den Weg gebracht. Sándor Munkácsi dankte hierfür Wolfgang Geis, Mitinhaber der Spedition Geis, und verlieh ihm in Vertretung des ungarischen Verteidigungsministers auf Vorschlag der sozialen Organisationen und Vereine und der ungarischen Reservisten das Verdienstkreuz 2. Klasse für Landesverteidigung. red