Neues Leben im Abstiegskampf der Bundesliga hat Neu-Trainer Friedhelm Funkel dem 1. FC Köln eingehaucht. Nach dem 2:1-Sensationserfolg über RB Leipzig am Dienstag folgte am Freitag ein 3:2-Auswärtssieg in Augsburg. Mit nun 29 Punkten stehen die Rheinländer wieder auf Abstiegsrelegationsplatz 16 (29 Punkte). Verfolger Hertha BSC Berlin (26) hat allerdings quarantänebedingt drei Partien weniger absolviert.

Einen großen Anteil am Triumph in Augsburg hatte der Einberger Marius Wolf mit "eineinhalb" Assists. Vor dem 2:0 seines Teams durch Florian Kainz ließ er die flache Hereingabe von Lukas Schmitz geistesgegenwärtig durch seine Beine passieren.

Zehn Minuten später bereitete Wolf das 3:0 durch Ondrej Duda direkt vor. Im zweiten Durchgang hatte der 25-Jährige nach dem zwischenzeitlichen 1:3 sogar den vierten Kölner Treffer auf dem Fuß.

Danach musste das Funkel-Team noch um die drei Punkte zittern. "Die Partie mit unterschiedlichen Halbzeiten ist schwer zu erklären. Wir hatten uns zur Pause vorgenommen, genauso weiterzumachen und aggressiv zu bleiben. Das ist uns nicht so gut gelungen. Nach dem 2:3 haben wir wieder ins Spiel gefunden, besser verteidigt und letztlich gewonnen. Funkel hat viele Gespräche mit uns geführt und uns zusätzliche Motivation gegeben", sagte Wolf nach der Partie.

Bamberger verschafft sich Luft

Während der Abstiegskampf für den Würzburger Kirschbaum in den Niederlanden nicht wirklich überraschend kommt, hätte sich der Bamberger Lukas Görtler sicher etwas ganz anderes von der Saison 2020/21 versprochen. Sein Klub, der FC St. Gallen, bleibt in der Schweizer Super League weit hinter den Erwartungen zurück - Abstiegskampf statt Titelkampf. Am zurückliegenden Wochenende empfing St. Gallen den FC Vaduz zu einem Sechs-Punkte-Spiel. Der 26-jährige Mittelfeldspieler führte sein Team zum dritten Mal in der laufenden Saison als Kapitän an und leitete den einzigen Treffer des Tages ein.

Würzburger trifft

Bereits in der österreichischen Relegationsrunde befindet sich der FC Admira Wacker Mödling mit den beiden gebürtigen Franken Maximilian Breunig (Würzburg) und Andrew Wooten (Bamberg). Nach einem wichtigen 1:0-Sieg in Altach vor einer Woche gab der Partnerklub der Würzburger Kickers seit langer Zeit mal wieder die Rote Laterne ab. Den Treffer des Tages erzielte der Würzburger Breunig. mg