Bamberg — FDP-Kreisvorsitzender Jobst Giehler und FDP-Stadtrat Martin Pöhner fordern in einem Antrag an Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) ein Modellprojekt der Stadt Bamberg, um auf dem Konversionsgelände den Erwerb von Eigentumswohnungen durch Familien zu fördern. "Dabei soll eine Übertragung der Grundsätze des sogenannten Baulandmodells auf den Erwerb von Eigentumswohnungen durch Familien geprüft werden mit dem Ziel, einen preislich günstigeren Erwerb der Wohnungen durch Familien zu ermöglichen", erläutert Pöhner. Konkret spricht sich die FDP dafür aus, ein solches Projekt im Bereich "Am Lindenanger" zu verwirklichen. Dort gibt es insgesamt 204 Wohnungen, die laut Stadtratsbeschluss vorrangig entwickelt und bereits vorab von der Stadt aus der Konversionsmasse herausgekauft werden sollen.

Abwanderung in Landkreis

"Die Förderung von Familien ist für die Zukunft unserer Gesellschaft und unserer Stadt von entscheidender Bedeutung", betont FDP-Kreisvorsitzender Jobst Giehler. In den vergangenen Jahren sei aufgrund steigender Miet- und Eigentums preise in Bamberg zu beobachten gewesen, dass immer mehr Familien in den Landkreis gezogen sind. "Dieser Trend muss gestoppt und Bamberg für Familien auch in wohnungstechnischer Hinsicht wieder attraktiver werden. Die Entwicklung des Konversionsgeländes stellt hierfür eine hervorragende Chance dar", meint Giehler. "Der Bereich ,Am Lindenanger' kommt aufgrund der familiengerechten Zuschnitte der Wohnungen aus unserer Sicht für ein solches Modellprojekt zur nachhaltigen Familienförderung besonders in Frage", erläutert Martin Pöhner abschließend und ergänzt, dass nach den Vorstellungen der Liberalen gleichzeitig mit der Bereitstellung der Familienwohnungen auch in ausreichender Zahl Kinderkrippen- und Kindergartenplätze für das neue Stadtviertel geschaffen werden sollen. red