Der Bau- und Werksenat der Stadt Bamberg hat in seiner jüngsten Sitzung den Entwurf der Rahmenplanung "Spiegelfelder" gebilligt. Wie die Pressestelle der Stadt Bamberg dazu mitteilt, soll auf rund sieben Hektar zwischen Brenner-, Zollner- und Neuerbstraße eine lockere Bebauung in Verbindung mit einer zentralen Grünfläche entstehen.


Vorerst kein Baurecht

Alle Interessierten sind jetzt aufgefordert, im Rahmen der öffentlichen Auslegung ihre Anregungen einzubringen. Das Baureferat lädt zu einer Infoveranstaltung am Dienstag, 4. Juli, um 18 Uhr in den Pfarrsaal St. Heinrich, Eugen-Pacelli-Platz 3, ein.
Ein Rahmenplan ist laut Mitteilung der Stadt ein Planungsinstrument, das Entwicklungsmöglichkeiten für die zukünftige Nutzung eines Gebietes aufzeigt. Im Gegensatz zum Bebauungsplan entsteht daraus aber kein Baurecht.


Zwei Varianten

Es gibt bereits einen Entwurf mit zwei Varianten, die vom Dortmunder Architekten Christian Eickelberg stammen. Dieser konnte den vorausgegangenen Ideen-Wettbewerb "Europan 13" im Jahr 2015 für sich entscheiden und wurde mit der Weiterentwicklung der Planung beauftragt. Entstanden sind Perspektiven für eine bauliche Nachverdichtung.
Die Ideen für künftiges Wohnen in den "Spiegelfeldern" sind die Schaffung einer zentralen Grünfläche sowie der Ausbau einer Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Bahnhof und Heinrich-Weber-Platz und weiter zum "Lagarde-Quartier". Die Erschließung des Areals für den Verkehr soll über vier Stichstraßen erfolgen. Die erforderlichen Stellplätze sind in Tiefgaragen gebündelt.
Die Bebauungsstruktur in der Variante A sieht drei- bis fünfgeschossige Gebäude vor, die die vorhandene Bebauung von Zollner-, Brenner- und Neuerbstraße als Blockrand ergänzen. In den so entstehenden Blockinnenbereichen gibt es großzügige private Grünbereiche, die an die vorhandenen Gärten angrenzen.
In Variante B werden die Blockstrukturen in Teilen zugunsten einer zwei- bis dreigeschossigen Zeilenbebauung aufgelöst. Die jeweils nördlichsten Zeilen stellen eine Bebauung in der zweiten Reihe der Zollnerstraße dar und werden über die privaten Grundstücke erschlossen. Dies bietet den Eigentümern die Option, bei Bedarf zusätzlichen Wohnraum im rückwärtigen Grundstücksbereich zu schaffen. In beiden Entwürfen ist die Bebauung mit unterschiedlichen Wohntypen denkbar.
Die beiden Varianten dienen als Diskussionsgrundlage für das Beteiligungsverfahren. Dazu liegen Entwurf und Erläuterungsbericht zum Rahmenplan vom 3. bis 24. Juli während der Öffnungszeiten beim Stadtplanungsamt, Untere Sandstraße 34 (zweiter Stock), aus. Weiterhin kann der Rahmenplan im Internet unter www.stadtplanungsamt.bamberg.de bzw. dem Titel "Öffentlichkeitsbeteiligungen" eingesehen werden. Die mitgeteilten Anregungen fließen in die weitere Ausarbeitung des Rahmenplans ein, wobei auch eine Mischung aus beiden Varianten denkbar ist. Im Herbst 2017 könnte die Überarbeitung dem Bau- und Werksenat erneut vorgestellt und anschließend beschlossen werden. Zeitgleich würde der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst werden. Laut Baureferent Thomas Beese könnten rund 150 Wohnungen entstehen. Zunächst werde es darum gehen, sich mit den Eigentümern der Grundstücke zu einigen. red