In der Kleinen Bauerngasse Nummer 9 in Höchstadt gibt es neue Bewohner. Bis vor einem halben Jahr war hier das Zuhause der drei indischen Schwestern von der Herz-Jesu-Kongregation.

Nach deren Kündigung zum Anfang des Jahres durch den Landkreis und das Kreiskrankenhaus hat Dekan Kilian Kemmer für das kirchliche Anwesen nun einen neuen Mieter gefunden - und zwar einen, "der einfach sehr gut passt". Aber auch die Barmherzigen Brüder Gremsdorf sind nach den Worten der Wohnbereichsleiterin Beate Drückler froh, dass sie dieses Haus für ihre begleitete Wohngruppe anmieten konnten. "Wir haben lange nach einer solchen Immobilie gesucht."

Freude über zentrale Lage

Besonders freue es Drückler, dass das neue Domizil für sechs Menschen mit Beeinträchtigung so nahe an der Stadtmitte liege und zur nächsten Bushaltestelle nur wenige Schritte zurückzulegen seien. Ihr Dank gelte auch dem Höchstadter Stadtpfarrer, der Richtung Inklusion "einen ganz wichtigen Schritt mittut". Das Haus sei, so Drückler, gerade für die Frauen und Männer geeignet, die gerne selbstbestimmt in der Gesellschaft leben. An Kilian Kemmer gewandt meinte schließlich der Geschäftsführer der Barmherzigen Brüder Gremsdorf, Günther Allinger: "Ehrliche Dankbarkeit von sechs Menschen ist Ihnen gewiss."

Der Verwalter des Nicolaibenefiziums, das Besitzer des kirchlichen Anwesens ist, Alois Plätzer, überreichte schließlich an Günther Allinger offiziell den Hausschlüssel.

Die indischen Schwester sind derweil in Scheinfeld in der Alten- und Krankenpflege tätig und arbeiten dort nach erfolgreich absolvierter Sprachprüfung und beruflicher Fachanerkennung in der 20 Kilometer entfernten Kleinstadt. Auch sie freuen sich über ihre "Nachfolger", sind doch auch in Gremsdorf Ordensschwestern aus Indien in der Pflege tätig. js