Um die Wohnsituation an die Ansprüche des Alters und der Pflegebedürftigkeit anzupassen, bietet der Landkreis Haßberge Wohnberatung an. Ziel ist es, mit möglichst wenig Aufwand ein Leben im bisherigen Umfeld, in den eigenen vier Wänden, zu ermöglichen, wie das Landratsamt gestern mitteilte. Sandra Göbel vom Pflegestützpunkt Haßberge in Haßfurt übernimmt die Koordination für dieses Angebot.
Die eigentliche Beratung leisten die ehrenamtlichen Wohnberater. Inzwischen wurden im Landkreis sieben Frauen und Männer entsprechend geschult und bilden sich ständig fort. Auch professionelle Partner können hinzugezogen werden, wie beispielsweise das Bauamt oder die Energieberatung des Umweltbildungszentrums, kurz Ubiz, in Oberschleichach.
Das Angebot der Wohnberatung ist kostenlos und findet zuhause statt. Auch finanzielle Hilfen sind Bestandteil der Beratung. So können zum Beispiel bis zu 4000 Euro pro Umbaumaßnahme von der Pflegekasse bewilligt werden.
Die meisten Wohnungen und Eigenheime genügen den Anforderungen im Alter nicht. Häufige Probleme sind: viele, oft steile Treppen, zu hohe Schwellen, zu geringe Türbreiten und zu enge Bäder. Diese können die Pflege behindern oder machen den Alltag in der eigenen Häuslichkeit nicht möglich. Es kann sogar zu schweren Stürzen und damit zu Pflegebedürftigkeit führen.
"Oft sind es nur kleine Veränderungen, die zum Beispiel helfen, einen Sturz zu vermeiden, wie etwa ein Teppich, der weggeräumt werden muss", weiß Sandra Göbel. Das Spektrum an Hilfsmitteln, die den Alltag erleichtern können, ist groß. Interessierte können sich bei der Wohnberatung näher informieren und beraten lassen. red