Die Stadt- und Kreissparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach blickt "trotz der derzeitigen Herausforderungen und insbesondere des aktuellen Niedrigzinsumfelds auf ein positives Jahr 2019 zurück", lautet das Fazit von Johannes von Hebel, Vorsitzender des Vorstands. Wie aus einer Pressemitteilung der Bank hervorgeht, wurde die Bilanzsumme auf 6,5 Milliarden Euro gesteigert.

Die Gesamteinlagen sind um 342 Millionen Euro auf 5,5 Milliarden Euro angewachsen. Der Zuwachs bei den Privatkunden betrug dabei 301 Millionen Euro. "Das Vertrauen sowie der große Zuspruch unserer Kunden freut uns. Der Einlagenzuwachs ist trotz unseres guten Wertpapier-, Bauspar- und Versicherungsgeschäfts besonders hervorzuheben. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass wir für Einlagenüberhänge real Geld bezahlen müssen", führt von Hebel weiter aus.

Im Kreditgeschäft ist der Forderungsbestand ebenfalls angestiegen. Der Kreditbestand erhöhte sich um weitere 78 Millionen Euro auf 3,7 Milliarden Euro. Bei den Privatkunden beträgt die Steigerung 3,7 Prozent, bei den Unternehmen 2,9 Prozent. Bei der Neuausreichung von Wohnbaudarlehen wurde das bereits gute Geschäftsjahr 2018 mit über 300 Millionen Euro nochmals übertroffen. An Unternehmen wurden 356 Millionen Euro neu zugesagt. Außerdem begleitete die Sparkasse im vergangenen Jahr 53 Existenzgründungen.

Beliebtes Wertpapiersparen

Im Immobilienvermittlungsgeschäft wurden die Vorjahreszahlen ebenfalls übertroffen. So wurden im vergangenen Jahr 276 Immobilien mit einem Volumen von 97 Millionen Euro über die Sparkasse vermittelt. Auch im Bereich der Altersvorsorge konnte man die Beitragssumme weiter steigern. "2019 haben wir damit einen neuen Rekord aufgestellt", so das Mitglied des Vorstandes, Walter Paulus-Rohmer.

Die Ergebnisse im Wertpapiergeschäft lägen ebenfalls über denen des Vorjahrs. Insbesondere das monatliche Wertpapiersparen erfreue sich immer größerer Beliebtheit. "Gerade in der aktuellen Marktphase ist der Wertpapierdauerauftrag eine gute Möglichkeit, um langfristig angemessene Vermögenszuwächse zu erzielen", führt Walter Paulus-Rohmer weiter aus.

Im Jahr 2019 wurden in Instandhaltung und Modernisierung acht Millionen Euro investiert. Insbesondere in Höchstadt wurden diverse Maßnahmen durchgeführt. Damit sei der nach Erlangen zweitgrößte Standort nochmals aufgewertet worden.

Das Niedrigzinsniveau habe zu einem weiteren Rückgang des Zinsüberschusses geführt. Das versuche man mit einem stringenten Kostenmanagement zumindest teilweise auszugleichen. Die Verbesserung der Provisionserträge in 2019 habe ebenfalls geholfen, den Rückgang abzufedern. "Auch unsere weiterhin günstige Risikosituation trug dazu bei, dass wir unser Jahresergebnis nahezu auf Vorjahresniveau halten konnten", erläutert Reinhard Lugschi, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands. Der Überschuss ist von 8,54 Millionen Euro auf 8,26 Millionen Euro gesunken.

Prozessverbesserungen und die verstärkte Online-Nutzung der Kunden führten im Vergleich zum Vorjahr zu einem etwas niedrigeren Personalstand von 949 Mitarbeitern (davon 59 Auszubildende) zum Ende des Jahres 2019. red