Eine eher humoristische Anmerkung zum Ausbau der Bundesstraße 173 zwischen Kronach und Lichtenfels. Übereinstimmungen mit der Wirklichkeit sind deshalb rein zufällig:

Jetzt ist es endlich geschafft, der vierspurige Ausbau der B 173 kommt. Mit geschwellter Brust verkündeten IHK und Politik in den lokalen Gazetten ihren Sieg über die Lethargie der vergangenen Jahrzehnte. Schuld am bisherigen Stillstand waren wie immer die "Anderen", Politiker und Wirtschaftsexperten ausgenommen, versteht sich.
Nun also der Durchbruch, und jeder kann, wie zu lesen war, künftig mit Vollgas und mehrspurig von Kronach nach Reggio Calabria in Süditalien rasen. Schade nur, dass es da in Küps trotzdem noch eine Engstelle gibt - "hausgemacht" womöglich? Die 80 Millionen Euro teure Trog-Lösung scheint jedenfalls heimlich versenkt und die vierspurige Umgehung leider in den Wind geschrieben worden zu sein. Jetzt macht also die "smarte" Lösung den Weg frei!
Also liebe Experten, was jetzt? Vierspurig und durchgängig oder trotzdem nur "smarter" Ausbau? Dieses ständige Hin und Her hat jedenfalls nichts mit Strategie zu tun, sondern erinnert von der Diktion her eher an die legendäre Rede eines bekannten bayerischen Politikers zum geplanten Bau des Transrapids vom Münchener Hauptbahnhof zum Airport "FJS". In Anlehnung daran deshalb meine Version zum "smarten" Ausbau der Bundesstraße 173:
Wenn Sie also künftig mit ihrem "Smart", äh Auto, von Kronach aus vierspurig nach Küps fahren, dann sind Sie quasi schon in Reggio Calabria. Das heißt, in Küps gibt es künftig zwar keinen vierspurigen Ausbau, dafür aber zwei Spuren in Richtung Süden und die selben wieder in Richtung Norden, was in der Addition nach Adam Riese, unserem bekannten fränkischen Rechenkünstler, ja auch wieder "4" ergibt. Ist doch klar, oder?
Wenn jetzt also die "Grüne", Edith Memmel , wieder etwas von einer "2+1-Lösung" schnaubt, dann weiß sie offensichtlich nicht, dass 2 und 1 in der Summe nur 3 ergibt, was eine Spur weniger bedeuten würde, als das, was schon immer provoziert, äh, prognostiziert und jetzt in den Sand gesetzt, beziehungsweise in die Tat umgesetzt worden ist.
Wie? Ach, was, ..., Sie haben gar kein Auto und wollen auch nicht nach Süditalien, sondern zu einem Herrn "Do..." oder "So..." fahren, der uns als Verkehrsminister die ganze Sache eingebrockt hat? Dann fahren Sie eben mit dem Zug von Kronach aus, oder besser, Sie steigen erst gar nicht in den Zug ein, den es sowieso nicht gibt, sondern fahren ab 2017 gleich mit dem Coburger ICE gegen Norden. Dann sind sie quasi, ohne umsteigen zu müssen, mindestens eine Stunde früher in Berlin als von Kronach aus.
Und noch ein Wort an unsere geschätzte Bundesumstands-, äh, Bundesumweltministerin: Dies ist übrigens keine Trickserei, wie Sie behaupten, sondern gelebte bayerische Politik! Merke(l)n Sie das, äh, Sie sich das!"

Georg Zinner
Rothenkirchen