Zum Bericht "Mainleus engagiert Blitzer-Dienst" (BR vom 9. September) wird uns geschrieben : Erstes A-ha: Neun Eichen werden vom Gemeindegärtner als nicht erhaltenswerte Bäume eingestuft - ist denn nicht jeder Baum schützens- und erhaltenswert, gerade heutzutage? Und haben nicht alle Parteien im Wahlkampf betont, wie wichtig ihnen der Klima- und Umweltschutz sei?

Unfassbar für mich ist die Entscheidung, Bäume zu fällen, wenn ganz leicht die Nester der Eichenprozessionsspinner manuell abgesammelt werden können. Es gibt sogar in Mainleus eine Fachfirma, die das übernehmen würde. Wenn zugleich für 30 oder 100 Euro pro Stunde Verkehrsüberwachung gekauft wird, sollten doch auch ein paar 100 Euro pro Jahr für Baumrettung vorhanden sein. Außerdem schließe ich mich Frau Lauterbach in der Argumentation an, dass Radler leicht einen Bogen fahren können, wenn ein Schild auf die Raupen hinweist.

Und Herr Haun, Kreisfachberater für Landschaftspflege im Landratsamt, wurde erst neulich in der BR zitiert, dass es überhaupt nichts ausmache, wenn Fahrradfahrer unter Bäumen mit den Prozessionsspinnern durchfahren.

Zweites A-ha: es wird LTE (4G) und 5G-Mobilfunk ausgebaut; gefragt sind Daten und Fakten - laut Gemeinderat: Wo?, Wie hoch?, Wie weit entfernt vom nächsten Haus?.

Wichtiger finde ich die Fragen: Welche Anbieter teilen sich den Mast?, Mit welcher Sendeleistung wird er die Umwelt mit hochfrequentem Elektrosmog verpesten?, An wen wenden sich Bürger, wenn sie ihre Gesundheit überwachen lassen wollen oder wenn sie unter der Funkstrahlung leiden?, Mit welcher Funkleistung werden auch die auf der anderen Seite des Tales liegenden Gemeinden Schwarzach, Wernstein, Veitlahm von der Dauerstrahlung betroffen sein?

Bäume werden gefällt, weil vielleicht mal einer Quaddeln kriegt - Funkmasten werden gebaut, obwohl Mobilfunkstrahlung krebsfördernd ist. Letzte Frage: Wo ist da der Sinn?

Gudrun Kaiser

Mainleus