W as wird eigentlich aus dem Nostalgie-Museum? Diese Frage stellten sich viele Leser nach dem Bericht über die Sanierungs- und Umgestaltungspläne für das Rathaus in Burgpreppach.

In dem Museum stellt Heinz Braunreuther seit mehr als zwei Jahrzehnten Schätze aus den 50er Jahren aus. Unter anderem laden eine komplette Wohnung im 50er-Jahre-Stil mit original erhaltener Wandfassung zur Zeitreise ein, ebenso Einrichtungs-, Gebrauchs- und Ziergegenstände, ein Tante-Emma-Laden der Nachkriegszeit und wechselnde Oldtimer-Ausstellungen.

Museumsleiter ist zuversichtlich

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Das wird wohl weitergehen wie bisher, gibt sich der Museumsleiter aus Kirchlauter, der inzwischen 72 Lenze zählt, zuversichtlich - wenn auch in veränderten Räumen. Die Sanierung des Rathauses mit seinem maroden Dach sei eine dringende Notwendigkeit. Im Dorf gebe es genug große Gebäude und Leerstände, wo sein Museum unterkommen könne. Braunreuther verweist darauf, dass er an Wochenende mitunter der einzige Ansprechpartner für Touristen sei, die am Schloss vor verschlossenen Toren stehen.

"Etwas mehr Struktur"

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Seit 21 Jahren leite er ehrenamtlich den Dienst an Sonn- und Feiertagen. "Das Museum ist so wertvoll, das wollen wir auf jeden Fall im Ort erhalten", versichert Burgpreppachs Bürgermeister Hermann Niediek. Allerdings wird das Inventar umziehen müssen. Die Gemeinde sei auf der Suche nach einer guten Lösung. Nicht im Schloss, aber im Umkreis von 500 Metern. Heinz Braunreuther, so lobt der Bürgermeister, habe da was Tolles geschaffen, ein Original, das man unbedingt, wenn auch "vielleicht mit etwas mehr Struktur" erhalten wolle. Noch eile es nicht, denn mit dem Beginn der Arbeiten am Rathaus sie vor 2020 nicht zu rechnen. eki