Im Klosterhof in Weißenohe und beim neuen Feuerwehrhaus in Dorfhaus möchte die Gemeinde so genannte Hotspots - das sind Einwählpunkte für Mobilfunkgeräte - errichten. Mit dieser Entscheidung jedoch ist ein Bürger nicht einverstanden und beantragte, die Hotspots an den beiden Gemeindeplätzen vor dem alten Rathaus und beim Brunnen zwischen der Dorfhauser Straße und der Sollenberger Straße zu errichten.

Sollte die Gemeinde die Hotspots schon an den von der Gemeinde angedachten Plätze errichtet haben, sollten sie an die vom Bürger vorgesehenen Plätzen versetzt werden. Mehrere Gründe sprechen nach Meinung des Antragstellers dafür. Zum einen hätten die von der Gemeinde angedachten Plätze keine öffentlichen Bänke oder Sitzgelegenheiten. Zum anderen sei der Klosterhof in Privatbesitz und das WLAN könne nur von Gästen der Gaststätte der Klosterbrauerei und des Gasthauses "Zum Lillachtal" in Dorfhaus bei dem für Dorfhaus vorgesehenen Hotspot genutzt werden.

Zudem befürchte der Bürger, dass durch die Funkstrahlen bei den schwangeren Gästen dieser Gasthäuser eine Frühgeburt hervorgerufen werden könnte. Die schwangeren Gäste würden somit möglicherweise durch öffentliche Mittel geschädigt werden, findet der Bürger, der eine Aufstellung von WLAN-Zugangspunkten durch die öffentliche Hand ablehnt. Um diese Dienste sollten sich die Gaststätten selbst kümmern. Bürgermeister Rudolf Braun (WGA) machte deutlich, dass die Ausführungen des Bürgers so nicht richtig seien, da das WLAN auch zur Kirche, dem Klosterhof und dem Chorzentrum stahlen würde. "Wir müssen dort hin, wo viele Leute sind", erklärte Braun. Was das neue Feuerwehrhaus in Dorfhaus betreffe, könnten dort auch Gäste und Wanderer hin. "Wenn wir mehr wollen und die Hotspots preisgünstig angelegt werden können, können wir immer noch mehr Plätze erschließen", schlug der Gemeindechef vor. Einstimmig wurde der Antrag des Bürgers abgelehnt. Einstimmig bestätigt hingegen wurden die neu gewählten Kommandanten der Feuerwehr Dorfhaus. Kommandant ist Tobias Rahner. Sein neu gewählter Stellvertreter ist Jens Bauer.

Ergänzungsvereinbarung

Die Gemeinde Weißenohe und Igensdorf haben einen gemeinsamen Bauhof. Gemeinsames Kommunalunternehmen "Im Steinbühl" heißt dieser Zusammenschluss. In der Satzung sollen die Aufgaben in einer Ergänzungsvereinbarung konkretisiert werden. Den Entwurf dazu hatte Vorstand Uwe Reisberger aus Igensdorf erstellt und Daniel Trübenbach (FWG) für die Weißenoher Gemeinde überprüft. Trübenbach erläuterte die wichtigsten Punkte. So könne eine Woche Arbeit intern von den Mitarbeitern erledigt werden, was darüber hinausgehe, werde extern vergeben, da die Kapazitäten dafür nicht ausreichend seien. Eine Liste mit Aufgaben sei erstellt worden, die nun mit der Gemeinde Igensdorf verhandelt werde. Das Tagesgeschäft solle nicht vernachlässigt werden, betonte Heinrich Müller (UWG). Dazu gehören die Instandhaltung der Straßen und Wege, die Abwasseranlage auf Mängel zu kontrollieren, die Außenanlagen instand zuhalten und die Wasserversorgung zu überwachen. Bürgermeister Braun konnte beruhigen, das Tagesgeschäft werde nicht vernachlässigt, die Bauhofmitarbeiter hätten heuer aufgrund der Trockenheit alle Hände voll zu tun gehabt. Der Boden sei ausgetrocknet gewesen, weshalb es zu Versetzungen und zu Rohrbrüchen kam. "Die Mitarbeiter sind fast nicht nachgekommen", sagte Braun, bevor der Gemeinderat der Ergänzung zustimmte.