In der Coburger Wirtschaft ist das Thema Digitalisierung angekommen. Kein Wunder also, dass über 50 Unternehmen zu Beginn dieser Woche ins Landratsamt Coburg gekommen sind, um sich über ihre Zukunftschancen in diesem wichtigen Feld zu informieren. Eingeladen hatten die Wirtschaftsförderungen des Landkreises und der Stadt zusammen mit der IHK zu Coburg.
"Unternehmer, die sich heute noch mit der Frage beschäftigen, was die Digitalisierung mit ihrem Betrieb zu tun hat, gehen fahrlässig mit ihrer Zukunft und der ihrer Mitarbeiter um." Der Leiter der Wirtschaftsförderung im Landkreis, Martin Schmitz, unterlegte diese provokante These gleich zu Beginn der Veranstaltung mit einem Blick auf einen Meilenstein der Digitalisierung: das erste iPhone. Als es vor genau zehn Jahren auf den Markt kam, hätte der damalige Marktführer bei Mobiltelefonen das neue Konkurrenzprodukt mit dem Verweis darauf kommentiert, selbst unangefochten die Nummer 1 zu sein. "Zwischenzeitlich wurde der damalige Branchenprimus komplett aus dem Markt gedrängt", sagte Schmitz. Professorin Anne Bergner von der Hochschule Coburg wusste diese Steilvorlage mit praktischen Beispielen aufzunehmen. Man müsse in einer Welt, in der heute untereinander kaum bekannte Menschen auf einer Internetplattform neue Autos entwickeln oder Kunden ihr Kleidungsstück selbst designen und die zugehörige Produktionsmaschine starten, die Chancen der Digitalisierung in den betrieblichen Fokus nehmen: "Machen Sie sich die Digitalisierung zunutze und Sie werden Ihr Unternehmen ein Stück weit neu erfinden und noch erfolgreicher machen", richtete die Prodekanin der Hochschulfakultät Design einen klaren Appell an die interessierten Zuhörer. red