Jeden Winter werden rund 1,5 Millionen Tonnen Streusalz auf Straßen und Wegen in Deutschland ausgebracht. Das Salz gelangt durch den Verkehr und das Schmelzwasser in die benachbarte Natur. Davor warnt der BUND Naturschutz in einer Pressemitteilung. Die ökologischen und volkswirtschaftlichen Folgen seien gravierend. Das Streusalz werde im Boden angereichert und auch in regenreichen Jahren kaum ausgewaschen. Es behindere die Wasseraufnahme der Bäume und verändere deren Nährstoffhaushalt. Die Blätter vertrockneten, obwohl genügend Feuchtigkeit im Boden sei. Auch die Böden würden dauerhaft geschädigt. Durch komplexe chemische Prozesse würden die Struktur des Bodens zerstört und Nährstoffe durch Natrium verdrängt. "Das Salz schädigt nicht nur Autos und Brücken, sondern auch Bäume und Böden. Viel besser sind salzfreie Streumittel aus Sand und Splitt. Sie mindern ebenfalls die Rutschgefahr und schonen unsere Umwelt", sagt Dorothea Weiß vom BUND Naturschutz, Kreisgruppe Coburg. Im Handel seien diese Produkte durch das Umweltzeichen "Blauer Engel" erkennbar. red