Zum Artikel "Es braut sich was zusammen" (Bayerische Rundschau vom 25. September) erhielten wir folgenden Leserbrief: Die Darstellung, wonach im Bebauungsplankonzept Gärtnerei Büttner die Anlieger deutlich gemacht hätten, dass sie mit der Erschließung von der Wickenreuther Allee nicht einverstanden sind, ist die Meinung weniger Anlieger und des Grundstückseigentümers. Es stellt aber die Meinung der meisten Anlieger auf den Kopf.

Die überwiegende Meinung der Nachbarn ist nämlich seit 2008 immer wieder, dass die Erschließung nur über die Wickenreuther Allee erfolgen kann. 40 neue Wohneinheiten ziehen Anliegerverkehr von über 60 Pkw sowie Besucher- und Anlieferverkehr nach sich.

Ein solches Verkehrsaufkommen kann nur von der zuführenden Hauptverkehrsader aus bewerkstelligt werden und nicht etwa von einer zu engen Nebenstraße.

Für eine Erschließungsstraße ist in allen Bebauungsplanvorgängern das Flurstück 83/2 freigehalten worden und bietet sich weiterhin an.

Schon bei dem geltenden Bebauungsplan ist eingewendet worden, dass diese Variante die preislich günstigste ist. Zudem gibt es dabei auch die wenigsten technischen Probleme. Der Investor hat den betroffenen Anliegern zugesagt, nur die Variante Wickenreuther Allee zu verfolgen.

Die vertrackte Situation hat der Grundstücksverkäufer selbst zu vertreten, wenn er vom gesamten ursprünglichen Areal erst die Filetstücke - sprich die Randgrundstücke - verkauft und dann nach Zufahrtsmöglichkeiten für das Restareal sucht.

Dann muss er auch in Kauf nehmen, diese Zufahrt vor dem eigenen Haus zu haben. Die Wiedergabe der Stadtratssitzung verfälscht die Wirklichkeit. Die Anliegermehrheit sieht als einzige Möglichkeit eine Erschließung nur von der Wickenreuther Allee aus.

Rolf Köppe

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