Nach einer Pause von zwei Wochen meldet sich der BBC Coburg in der Basketball-Liga ProB zurück. Am Samstagnachmittag reist das Team nach Karlsruhe und will bei den Arvato College Wizards wieder in die Erfolgsspur gelangen. Beide Mannschaften fuhren in der laufenden Spielzeit bislang nur einen einzigen Sieg ein. Jump ist um 16 Uhr.

Der BBC blickt auf einige turbulente Wochen zurück. Vier Pleiten setzte es für die Vestestädter in Serie. Bereits vor der letzten Niederlage in Koblenz hatte es einen Wechsel auf der Trainerbank gegeben: Der bisherige Headcoach Valentino Lott wurde durch die Co-Trainerin aus der Vorsaison, Jessica Miller, ersetzt. Millers geplantes Debüt als Cheftrainerin musste dann aber wegen einer Corona-Infektion eines Spielers noch vertagt werden. Das Heimspiel gegen Hanau an Halloween wurde verschoben.

ProB Süd

College Wizards Karlsruhe (12.) -

BBC Coburg (10.)

Vor dem Kellerduell in Karlsruhe hatten die Coburger also viel Zeit, sich zu sammeln und den Fokus auf einen erfolgreichen weiteren Saisonverlauf zu richten. "Wir haben uns überlegt, wie wir Basketball spielen wollen und in welcher Intensität man Basketball spielen muss, um auf diesem Niveau Spiele zu gewinnen", berichtet Jessica Miller von den Fortschritten im Training. "Wenn wir das, was wir uns vorgenommen haben, auch umsetzen können, dann werden wir am Samstag ein gutes Spiel zeigen."

Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. BBC-Topscorer Leon Bulic wird nach überstandener Verletzungspause am Samstag wieder auf dem Feld stehen. Bis auf Jannis Sonnefeld sind alle Coburger Akteure fit und einsatzbereit. Doch auch die Karlsruher stehen unter Zugzwang und haben sich gegen die Oberfranken ebenfalls viel vorgenommen. "Die Wizards hatten viele knappe Niederlagen. Mit etwas mehr Glück, ein paar verwandelten Dreiern oder Freiwürfen mehr könnten sie auch auf Rang 3 oder 4 in der Tabelle stehen", weiß Miller und fügt an: "Wir dürfen sie nicht unterschätzen. Sie haben gute und erfahrene Spieler und außerdem einen neuen Point Guard und einen neuen Center, den noch niemand in der Liga spielen sehen hat."

Die Karlsruher verpflichteten in der vergangenen Woche den 20-jährigen kroatischen Guard Franco Filipovic und den 23-jährigen US-Center Thomas Bruce. "Wir mussten reagieren, um aus der Bredouille rauszukommen. Ich hoffe, dass Thomas uns vor allem in der Defensive stabilisieren kann und wir in der Reboundarbeit besser werden, um den Gegnern zukünftig keine zweiten Chancen zu ermöglichen", erklärte Wizards-Geschäftsführer Zoran Seatovic in der vergangenen Woche. Bruce lief bei der Auswärtsniederlage der Wizards beim FC Bayern Basketball II am vergangenen Wochenende allerdings noch nicht auf und wird erst gegen die Oberfranken debütieren. Zu den Leistungsträgern bei den Badenern gehören außerdem Forward Zaire Thompson sowie der 40-jährige Routinier Rouven Roessler, dem gegen die Bayern 25 Punkte gelangen.

"Wir müssen da hinfahren, Vollgas geben, konzentriert spielen und alles auf dem Feld lassen. Wenn wir das machen, dann wird es ein enges Spiel. Und dann haben wir auch die Chance, zu gewinnen", gibt sich Miller zuversichtlich. cn