Zum geplanten Ausbau der Staatsstraße zwischen Kauerndorf und Ködnitz erreichte die BR-Redaktion folgender Leserbrief: Der Ablauf der Planungen sowie der Prozess für die Entscheidungsfindung zum Ausbau der Staatsstraße zwischen Kauerndorf und Fölschnitz wirft für mich gewichtige Fragen auf:

- Wer ist verantwortlich für die vermurkste Straßensituation, die zurzeit besteht und erst vor kurzem so geschaffen wurde? Diese Frage muss der neu gewählte Gemeinderat stellen. Verkehr und Fahrzeuge waren vor sechs Jahren genauso wie heute.

- Bei aller Wertschätzung gegenüber unserer Bürgermeisterin sowie den Damen und Herren des Gemeinderats befremdet es mich sehr, wenn dieses Gremium 319 Unterschriften von insgesamt 1534 Einwohnern in der großflächigen Gesamtgemeinde - das sind immerhin 21 Prozent - einfach ignoriert. Auch meine Frau und ich haben unterschrieben und fühlen uns durch diese Vorgehensweise geringgeschätzt. Es ist ein ungutes Gefühl, das sich dabei breitmacht, und es beschädigt das Gemeindewesen. Zumindest dürfen wir doch erwarten, dass unser Anliegen ernstgenommen wird.

- Wir erwarten, dass die von Helmut Kurth aufgezeigte Alternative ernsthaft geprüft und erörtert wird. Diese Maßnahme wäre natur- und umweltschonend und sehr viel sparsamer. Was spricht dagegen? Ich denke, dass wir ein Recht darauf haben, fachlich fundierte Gegenargumente detailliert zu erfahren.

- Abschließend möchte ich erwähnen, dass ich in den mittlerweile 40 Jahren, in denen wir in dieser Gemeinde wohnen, auch öfters auf diesem Straßenabschnitt fuhr. Es ist ein Straßenverlauf, der besondere Aufmerksamkeit, eine angepasste und rücksichtsvolle Fahrweise erfordert.

Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Beseitigung der Betonwand und dafür Ausweichstellen für breite Gefährte bei dem relativ geringen Verkehrsaufkommen ausreichend sind und bei achtsamer Fahrweise unter Beachtung vorgegebener Geschwindigkeitsbeschränkungen nichts passieren muss.

Noch einmal: Was spricht dagegen? Klaus Hoffmann

Ködnitz