Der Kunstbetrieb geht weiter. Auch wenn derzeit aufgrund der Corona-Hygieneschutzbestimmungen keine Veranstaltungen und Vernissagen stattfinden können, präsentiert Marion Kotyba in ihrer Galerie im Oberhacken eine Winterausstellung. "Ich habe den Titel ,Schneegestöber‘ gewählt. Die Künstler, die sich beteiligen, haben dieses Motto sehr unterschiedlich ausgelegt", erzählt die Galeristin.

Insgesamt 13 verschiedene Künstler haben das Schneetreiben auf ihre Art interpretiert: minimalistisch, fotografisch, abstrakt oder auch gegenständlich.

Wild, abstrakt, detailverliebt

Sonja Grünbaum aus Erlangen beeindruckt mit großformatigen, plakativen Acrylmalereien: Eisberge und Gletscherstürme erweckt sie künstlerisch zum Leben.

Ganz anders geht Sigrid Gercke aus Oberhaching bei München an das Motto heran. Sie ist geprägt von der Nähe zum Meer, sie hat die Rauhheit des Meeres, wildes Wasser, Wind, Sturm und Sand in ihrer Kindheit im hohen Norden verinnerlicht. In der Ausstellung zeigt sie Arbeiten, die mit Spachtel und Schleifpapier, mit Asche, Kohle, Sand und Rost entstanden sind: abstrakte Werke, die viel Raum für Interpretation lassen.

Auch Christel Gollner abstrahiert: Doch in ihren Bildern sind noch Details zu erkennen, wie beispielsweise die Plassenburg. Christine Hagner aus Nürnberg steuert Werke aus ihrer Reihe "Natur, Baum, Landschaft", die in diesem Jahr entstanden ist, zur Ausstellung bei, und Helga Hopfe hat Tuschezeichnungen zum Thema angefertigt.

Ein Teil steht fürs Ganze

Ein völlig anderes Genre dagegen zeigt Ernst Jocher, Fotograf aus Nürnberg. Er fokussiert sich auf detailreiche Fotos. Weniger ist mehr bei seinen Bildern. Ein einziges Blatt kann schon genug sein. "Die Fotos von Ernst Jocher sind zum ersten Mal in Kulmbach zu sehen."

Die Galeristin hofft in den kommenden Wochen auf zahlreiche Besucher in ihren Räumen. "Es fehlt zwar leider die Vernissage, aber die Hauptsache ist doch, dass die Bilder betrachtet werden können", sagt Marion Kotyba.