Einmal im Jahr, am Faschingssonntag, ist in Baiersdorf der Bär los. Da streift der Winter in Form von Strohbären durch die Straßen der Stadt, angetrieben von wilden Gesellen und peitschenknallenden Frühlingsboten, den Fasalecken.

Heuer halten die Fasalecken am 23. Februar ab 14.15 Uhr Einzug in Baiersdorf. Sie kommen, um den Winter auszutreiben. Immer wieder ist der Ruf "Allamoschee!" zu hören. "Allamoschee" bedeutet wohl so viel wie "Auf, los geht's!". Wahrscheinlich ist der Ruf von der französischen Redewendung "Allez marcher" abgeleitet. Die jungen, weiß gekleideten Männer tragen farbige Schärpen, reich bestickte Hosenträger und auf ihren Köpfen große zylinderförmige Hüte, geschmückt mit bunten Bändern und frischen Buchsbaumzweigen. Peitschenknallend scheuchen sie die Strohbären durch die Straßen von Baiersdorf zum Parkplatz in der Linsengrabenstraße. Dort wird den Bären das "Fell" über die Ohren gezogen und verbrannt.

Die Fasalecken tanzen mit ihren "Madla" in original fränkischer Tracht zu den Klängen einer Kapelle um das knisternde Feuer, um den Sieg über den Winter zu feiern.

Anschließend sind alle zum gemütlichen Beisammensein bei der Feuerwehr Baiersdorf, Am Anger 1, eingeladen, die kalte Jahreszeit endgültig zu verabschieden.

Der Umzug beginnt um 14.30 Uhr am Kulturzentrum Jahnhalle, Jahnstraße 1. Folgender Verlauf ist geplant: Jahnstraße - Forchheimer Straße - Hauptstraße - Judengasse - Hauptstraße - Pfarrgasse - Parkplatz Linsengrabenstraße. Aus Sicherheitsgründen bittet die Stadt Baiersdorf die Zuschauer, am Straßenrand zu bleiben. red