Windheim — Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse empfingen die Tischtennis-Herren des TSV Windheim bei ihrem Landesliga-Debüt in der TSV-Arena mit dem SB Versbach II einen Mitfavoriten um den Aufstieg. Erwartungsgemäß deutlich (9:1) setzten sich die Unterfranken durch.
Mit einem knappen 3:1-Erfolg (11:9, 11:8, 11:13, 12:10) besorgten Stefan Schirmer/Fritz Schröppel den ersten Punkt für den TSV in der Landesliga. Am Nebentisch hatten Armin Raab und Volker Wich gegen Stock/ Köhler wenig zu bestellen.
In den folgenden beiden Begegnungen hätte der TSV das Glück auf seiner Seite haben müssen, dann wären die Versbacher bei einer möglichen 3:1- Führung zumindest etwas nervös geworden. Doch gingen beide Spiele knapp verloren.
Den Zuschauern wurde nämlich im Aufeinandertreffen der beider Dreierdoppel eine spektakuläre Begegnung geboten. Die Trebes-Brüder spielten gegen Droszcz/Panzer am Limit und zeigten eine ihre besten Leistungen der letzten Jahre. Nach vier umkämpften Sätzen liefen sie im fünften Durchgang ständig einem Rückstand hinterher, ehe sie bei 9:9 den ersten Ausgleich schafften. Nach hochklassigen Ballwechseln und einem vergebenen Matchball mussten sie sich mit 14:16 geschlagen geben.
Nicht anders erging es Stefan Schirmer, der gegen Köhler erst zweimal hauchdünn passen musste (11:13, 9:11), ehe er den Satzausgleich schaffte. Am Ende unterlag er nach wiederum sehenswertem Spiel mit 8:11 im fünften Durchgang. So stand es anstatt 3:1 für den TSV nun 1:3.
Armin Raab sah sich dem Topmann der Landesliga, Michael Stock, gegenüber. Mit Raabs unorthodoxer Spielweise und seinen gefährlichen Aufschlägen hatte Stock zwar ab und an Probleme, setzte sich aber klar mit 3:0 durch. Matthias Trebes wurde im ersten Satz von Schwartz überrollt, glich aber postwendend zum 1:1 aus. Mit gefährlichen Noppenblocks setzte er den Versbacher im vierten Satz unter Druck, und die Zuschauer stimmten sich bei einer 10:7-Führung bereits auf den Entscheidungssatz ein. Doch Schwartz spielte volles Risiko und brachte den Satz noch knapp mit 12:10 nach Hause, so dass es bereits 1:5 stand.
Fritz Schröppel traf mit Droszcz auf den Spieler, der taktisch wohl am besten gegen lange Noppen spielt. Zwar gewann Schröppel den dritten Durchgang, aber der Versbacher war einfach zu sicher und spielte zu aggressiv, damit etwas Zählbares herausspringen konnte.


Satzball vergeben

Im hinteren Paarkreuz brachte Volker Wich mit seinen Rückhandschüssen den ersten Durchgang gegen Aliezadeh-Asl sicher nach Hause, ließ aber im zweiten Durchgang einen Satzball liegen (11:13). Nachdem Wich im dritten Satz auf der Strecke geblieben war, wogte das Geschehen hin und her. Nach schönen Ballwechseln wechselte die Führung ständig, ehe der Versbacher mit 11:9 das bessere Ende hatte.
Im folgenden Aufschlag-Festival zwischen Andreas Trebes, der für den verletzten Udo Greser spielte, und Pit Panzer sahen die Zuschauer ein relativ zerfahrenes Spiel. Außer Aufschlag und Rückschlag fanden nur sehr sporadisch Ballwechsel statt. Der junge Versbacher behielt nach vier Durchgängen die Oberhand und erhöhte auf 8:1.
Den Schlusspunkt setzte Stock gegen Schirmer. Man hatte zwar den Eindruck, dass deiser dem Versbacher Paroli bieten könnte, aber der Spitzenspieler der Gäste ließ ein ums andere Mal aufblitzen, dass sein TTR-Wert von über 2000 nicht von ungefähr kommt. Mit sehenswerten Topspinbällen und einem 3:0-Erfolg besiegelte Stock die Niederlage der Windheimer.
Die TSV-Akteure wussten bereits vorher, dass Versbach wohl eine Nummer zu groß sein würde Sie konzentrieren sich nun auf das nächste Heimspiel gegen den Post-SV Bamberg in zwei Wochen, wenn es gilt, die ersten Punkte einzufahren.
Ergebnisse: Schröppel/Schirmer - Schwartz/Aliezadeh-Asl 3:1, Raab/Wich - Stock/Köhler 0:3, M. Trebes/A. Trebes - Droszcz/Panzer 2:3, Schirmer - Köhler 2:3, Raab - Stock 0:3, Schröppel - Droszcz 1:3, M. Trebes - Schwartz 1:3, Wich - Aliezadeh-Asl 1:3, A. Trebes - Panzer 1:3, Schirmer - Stock 0:3. at