Die Herren des TSV Windheim stehen am kommenden Sonntag vor einer doppelten Herausforderung in der Verbandsliga Nordost. Um 10 Uhr tritt mit dem TTC Wohlbach II einer der Titelfavoriten in der TSV-Arena an und um 14 Uhr gastiert der TV Glück-Auf Wackersdorf im Frankenwald.

Inwieweit die Windheimer bei dem weniger wichtigen Spiel am Vormittag in Bestbesetzung antreten, wird von der Aufstellung der Wohlbacher abhängen. Sollten diese komplett mit den Drittligaerfahrenen Patrick Forkel und Marc Seidler auflaufen, wird bei dem ein oder anderen Akteur der ersten Mannschaft wohl eher Aussetzen und Kräfte sparen für das eminent wichtige Match gegen Wackersdorf auf dem Plan stehen.

Ein übermächtiger Gegner?

Die Wohlbacher haben bei ihren vier Auftritten zwei Siege und zwei Remis eingefahren. Zu einem dem Ergebnis nach überraschenden 8:8 kam es dabei gegen den TTC Rugendorf, den die TSVler mit 9:5 niederrangen. Allerdings fehlte bei diesem Spiel mit Patrick Forkel Wohlbachs nominelle Nummer 1, so dass sich der Punktverlust wieder relativiert.

Mit der stärksten Aufstellung kommen die Wohlbacher auf einen durchschnittlichen TTR-Wert von 1936, welcher etwa 120 Punkte über dem der Windheimer liegt. Neben den beiden Topleuten Forkel und Seidler ist auch die Position 4-6 mit Fredrich (Bilanz 6:2) sowie den beiden Tschechen Brandtl (5:3) und Kolovratnik (7:1) sehr gut besetzt, so dass es für Windheim wohl vordringlich um Schadensbegrenzung gehen dürfte.

Schlusslicht auf Augenhöhe

Eine richtungsweisende Partie steht am Nachmittag gegen Wackersdorf an. Die Oberpfälzer sind mit 0:6 Punkten zwar derzeit Tabellenletzter, haben aber bereits gegen zwei Schwergewichte der Liga gespielt (Altdorf und Eschenau). Gegen Bayreuth setzte es eine knappe 9:6-Niederlage. Die mit zwei Osteuropäern verstärkte Youngstertruppe entschied in der Vorsaison beide Spiele gegen den TSV (9:5 und 9:6) für sich und landete in der Endabrechnung einen Platz vor den Windheimern. Vom TTR-Wert her sind die Wackersdorfer absolut vergleichbar mit dem TSV.

Im vorderen Paarkreuz spielen mit Dinter und Stopfer zwei junge Talente, die mit Reiner Kürschner und Stefan Schirmer auf Augenhöhe sind. Ebenso sieht es in der Mitte aus, wenn sich Fritz Schröppel und Matthias Trebes mit den beiden Tschechen Havlicek und Roban messen müssen. Sollte im hinteren Paarkreuz der sehr junge Tim Stopfer mitwirken, müssen Patrick Grosch und Armin Raab hier unbedingt punkten, da Jannick Fricke an Position 5 ebenfalls hoch einzuschätzen ist. Entscheidend wird sein, wie der TSV aus den Doppeln kommt und die sich sicherlich bietenden Chancen in diesem knappen Spiel nutzen kann. at