Vom heutigen Freitag bis Sonntag, 21. August, feiert im Hausener Ortsteil Wimmelbach ein ganz besonderes Fest seine Premiere. Dann veranstaltet die örtliche Burschenschaft das "1. Wimmelbacher Männlafest".
"Die Burschenschaft Wimmelbach hat allen Grund zu feiern", sagt Michael Kiehfaber vom Organisationsteam der Burschenschaft. Am Sonntag wird man feierlich das neu gestaltete Wahrzeichen des Dorfes, die Rede ist von den in Stein gemeiselten Männla, enthüllen.


Olympiade der Burschen

Das Festwochenende startet am Freitag um 16.30 Uhr mit einem Makrelenfest. Ab 21 Uhr gibt es bei der Metal-Nacht mit Audio Gun etwas auf die Ohren. Am Samstag wird ab 16 Uhr zur großen Burschen-Olympiade eingeladen. Ab 21 Uhr sorgt die Band Smash für die richtige Stimmung bei der Rock-Party-nacht.
Am Sonntag um 9.30 Uhr findet im aufgebauten Festzelt auf dem Festplatz ein Frühschoppen mit den Adelsdorfer Musikanten statt. Um 11 Uhr schließt sich ein Zeltgottesdienst mit anschließendem Festzug zur Kirche an, wo die neuen Männla feierlich enthüllt und geweiht werden. Ab 12 Uhr wird zum gemeinsamen Mittagstisch mit fränkischen Bratenspezialitäten geladen. Ab 14 Uhr findet ein großes Familienprogramm mit Kaffee und Kuchen, Hüpfburg, Schaustellerbetrieb und vielem mehr statt. Am Sonntag um 17 Uhr geht es mit der Band Die Gerchli zum großen Finale.
Was genau steckt hinter den Wimmelbacher Männla? Hausens Heimatpfleger Gerhard Batz hat sich intensiv mit dieser Frage beschäftigt: An den zwei Steinfiguren, die im Hausener Dorfmuseum untergestellt sind, hat über die Jahre hinweg der Zahn der Zeit genagt.
Nach Meinung von Batz stammen die beiden Figuren möglicherweise aus der Werkstatt des bekannten Rokoko-Künstlers Ferdinand Tietz, der von 1708 bis 1777 lebte und in seiner Werkstatt bei Schloss Seehof bei Bamberg für den Bischof arbeitete und Figuren für den dortigen Park geschaffen hat. Wie aber kommen solch künstlerisch wertvolle Figuren in ein solch kleines Dorf wie Wimmelbach, fragt sich nicht nur der Hausener Heimatpfleger.
Sicher sei bisher nur, dass die Figuren auf dem Hof der alten Hausnummer 10, heute Dorfstraße 2, gefunden wurden. Wo sie dort standen, war nicht belegt. Zur Zeit der Figuren in der Mitte des 18. Jahrhunderts war dies der letzte übrig gebliebene Teil eines sehr großen Hofkomplexes. Später könnten die beiden Steinfiguren dann auf den Säulen einer Hofeinfahrt gestanden haben, vermutet Batz. hit