Der Gemeindesaal in Kirchrimbach platzte aus allen Nähten. Auf dem Boden vor der Leinwand wurden Kinder aus allen Nationen platziert. An die Wand gelehnt standen Besucher und im hinteren Teil wurden Tische als Sitzplatz genutzt.
Als nach etwas Verspätung mit einem Klatschlied in verschiedenen Sprachen eine gelöste Stimmung herrschte, begann ein ungewöhnlicher Filmvortrag.
Alles im Sinne der Kunst: Der Beamer stand auf Steigerwald-Getränkekisten, die Holz-Leinwand war der Filmkulisse nachempfunden. Auf die schnell wechselnden Filmsequenzen hatte man sich schnell eingestellt, es wirkte eindringlich und klärte auf.


Schnelle Wechsel

Ein kurzes Bild über ein Händeschütteln unserer Kanzlerin, das Zeigen willkürlicher Grenzen, die physisch und symbolisch überschritten werden, emotionaler Gesang und Tanz von Esmat, erklärende Worte eines kurdischen Familienvaters, zwingende politische Verbindungen, die in Syrien eingegangen werden müssen, wenn man überleben will.
Die Stimmung im Gemeindesaal war trotz des ernsten Themas heiter, da die gefilmten Flüchtlinge persönlich anwesend waren, was immer wieder zum Amüsement der Angehörigen und Bekannten führte. Auch viele der freiwilligen Helfer sahen ihre Schützlinge auf der Leinwand.


Neue Bande

Als nach dem Filmvortrag gemeinsam ein musikalisch begleitetes Weihnachtslied gesungen wurde, entstanden neue Bande, die Kirchrimbacher, Oberrimbacher und Burghaslacher diskutierten angeregt mit den Flüchtlingen, die ihnen zuvor durch den Film ein klein wenig nähergebracht worden waren.