Eigentlich sollte der deutsche Bauerntag heuer in Lübeck stattfinden, doch wegen Corona musste das Treffen verschoben werden. Um turnusgemäß Präsident und Vorstand zu wählen, trifft sich eine reduzierte Zahl von Delegierten nun am morgigen Freitag in Erfurt. Mit dabei ist der Kulmbacher Kreisobmann Wilfried Löwinger, wie die Geschäftsstelle Kulmbach des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) mitteilt. Mit 46 weiteren Delegierten aus der bayerischen Land- und Forstwirtschaft wird er die bayerischen Bauern bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Bauernverbandes vertreten und sich mit den enormen Herausforderungen befassen, vor denen alle landwirtschaftlichen Betriebe stehen.

"Bayerns Bauernfamilien nehmen ihre Verantwortung ernst. Überzogene Auflagen ziehen aber immer mehr den bäuerlichen Betrieben den Boden unter den Füßen weg. Es braucht dringend einen Bewusstseinswandel in der Regierungspolitik auf nationaler und europäischer Ebene, um dem Wegbrechen von kleinen und mittleren Bauernhöfen zu begegnen", sagt Löwinger.

Bedeutende Themen in der EU-Politik der Periode 2021 bis 2027 wie die EU-Agrarpolitik, der europäische Finanzrahmen und Handelsabkommen befinden sich in der Entscheidungsphase. "Hier in Erfurt wollen wir deutlich machen, dass Landwirtschaft, Bauernfamilien und der ländliche Raum weiter breite Geltung und Berücksichtigung erfahren", erläutert Löwinger.

Am Bauerntag in Erfurt soll der Vorstand des Deutschen Bauernverbandes neu gewählt werden. Als Vizepräsident vorgeschlagen wurde der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl. Der 60-jährige Landwirt ist seit Mai 2012 Präsident des BBV, seit 2015 ist er zudem als DBV-Vizepräsident tätig.

Aktuelle Informationen zum Deutschen Bauerntag gibt es auf www.bauernverband.de. red