Mit dem ersten Büttenabend am Samstagabend wurden in der Schulturnhalle die "närrischen" Tage in der Faschingshochburg Rothenkirchen eingeleitet.

"Wilder weiter Westen", lautet das Motto in diesem Jahr. Eine bestechende und mitreißende Show, tolle Lichteffekte, ein beeindruckendes und farbenfrohes Bühnenbild, begeisternde Lachsalven, frenetischer Applaus - das ist das Fazit des Narrenspektakels.

"Simaroda Apfelsaft"

Schon am Anfang wurden die Lachmuskeln strapaziert, als Maya Baumstark und Klara Sophie Dressel einen Werbespot aufnahmen. Es ging dabei um regionale Produkte und um den "Simaroda Apfelsaft". Dabei wurde deutlich, dass die beiden Mädchen die Talente ihrer Mütter Tina Baumstark und Steffi Dressel, die jedes Jahr als Alois und Elsbeth für Furore sorgen, geerbt haben.

Franzi Renk und Hannah Reuth diskutierten anschließend über die Politik.

Mit tosenden Applaus wurden die zwei "Originale" Alois (Tina Baumstark) und Elsbeth (Steffi Dressel) begrüßt. Als Ehepaar saßen sie im Wartezimmer und warteten auf ihre Diensttauglichkeitsuntersuchung beim BRK. Sie stellten fest, dass aufgrund der Datenschutzverordnung die Patienten nicht mehr mit Namen, sondern mit ihren Krankheiten aufgerufen werden. Unverständnis äußerte Elsbeth, dass ihr Gatte nichts mit dem Begriff "Gynäkologe" anfangen konnte. Sie erklärte ihm, dass dies ein "Höhlenforscher" sei. Als es um das Thema "Sport" ging, meinte Alois, dass das sportlichste an seiner Frau der "Eisprung" sei. Elsbeth reagierte ärgerlich, als ihr Alois ihre Figur kritisierte: "Dauernd meckerst du über mein körperliches Übergewicht, von deinem geistigen Untergewicht sagst du nichts!".

Hausmeister darf nicht fehlen

Fest steht für die beiden, dass sie niemals mehr im Winter nach "Bochbich" mit dem Auto fahren: "In Routnkerng waren drei Zentimeter Schnee, da oben waren es drei Meter."

Natürlich darf auch Hausmeister Wolfgang Romig in der Bütt nicht fehlen. Er habe sich eine Brille im Wert von 4000 Euro gekauft. Damit könne er alle Leute nackt sehen. Als er einst zu Hause ankam, sah er seine Frau und seinen Nachbarn nackt auf der Couch. Das Komische war, dass die beiden immer noch nackt waren, als er seine Brille abgenommen hat.

Eine Lanze für den Frankenwald brach Anika Kestel, die als "Dame aus der Stadt" aus München angereist war. Dort herrschen schlimme Zustände, berichtete sie. In der U-Bahn habe sie höflich "Grüß Gott" gesagt. Sie bekam zu hören, dass dies eine Frechheit sei - schließlich könne sich jeder seine Religion selbst aussuchen. Die Mietpreise seien kaum tragbar. Für 500 Euro könne man im Frankenwald ein ganzes Haus mieten, in München reiche es gerade mal für 9,2 Quadratmeter, aber immerhin inklusive Klo und Bad.

Die Einlagen wurden immer wieder mit herausragenden Tänzen untermauert. Ihren Auftritt hatten die kleine Garde, die Jugend- und Elferratsgarde, die Showteenis mit ihren Auftritten aus den 80er und 90er Jahren, die Showtanzgruppe mit ihrem Indianertanz sowie die "Karanatschi und der Stamm der Singsang".

Tosenden Applaus bekamen zum Finale die "Stars" der Hitparade mit ihrem Schlagerfestival aus den 70er Jahren. Diese wurden vor ihren Auftritten von Dieter Thomas Heck (Stefan Heinlein) angekündigt.

Präsident Kai Baumstark versäumte es nicht, sich bei allen Sponsoren und bei allen Helfern vor und hinter den Kulissen zu bedanken.

Geehrt wurde vom Präsidenten Manuela Welscher-Jung wegen ihres Engagements für den Routnkergne Fasching. Für die musikalische Umrahmung sorgten, wie all die Jahre zuvor, die "Rainbows." vs