Eine Anwohnerin des Pörbitscher Hangs teilte der Kulmbacher Polizei am Donnerstagmorgen mit, dass sie ein verletztes Reh entdeckt habe. Der verständigte Jagdpächter musste das schwer verletzte Tier von seinem Leid erlösen. Bei der Begutachtung des einjährigen Rehbocks stellte der Jäger Bissspuren fest, die in Form und Lage eindeutig auf einen Hund als Verursacher hindeuteten.

In den zurückliegenden Monaten kam es im betreffenden Jagdrevier zu insgesamt drei gleichgelagerten Fällen von getöteten oder verletzten Rehen. Vermutlich treibt ein wildernder Hund in diesem Bereich sein Unwesen. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Vierbeiner durch seinen Besitzer auf das Wild gehetzt wurde, nahmen die Beamten der PI Kulmbach die Ermittlungen wegen eines Vergehens der Jagdwilderei gegen unbekannt auf. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Telefon 09221/ 6090 zu melden.

Die Polizei fordert in diesem Zusammenhang Hundebesitzer ausdrücklich dazu auf, sicherzustellen, dass sich ihre Vierbeiner nur in Begleitung und angeleint im Wald bewegen. Dem jeweiligen Jagdausübungsberechtigten ist es durch das Jagdrecht gestattet, das Wild vor Beeinträchtigungen von aufsichtslosen Hunden und Katzen zu schützen, was auch das Erschießen wildernder Hunde umfasst. pol