Artenschutz, Biodiversität und Lebensräume für Tiere und Pflanzen sind wichtige Themen in der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion. Bei schützenswerten Tieren hat man oft das Bild eines Eisbären auf einer schmelzenden Scholle im Kopf. Doch was sind eigentlich die schützenswerten Tiere und Pflanzen hier in Bayern? Und was kann und wird unternommen, um ihre Lebensräume zu erhalten?

Die Ausstellung "Wild, bunt und voller Wunder", die jetzt im Steigerwald-Zentrum in Handthal eröffnet wurde, lädt dazu ein, Bayerns Natur und ihre "Ur-Einwohner" näher kennenzulernen. Die Ausstellung bietet Informationen über die Entstehung der Lebensräume unserer Kulturlandschaft, ausgewählte Pflanzen- und Tierarten sowie die notwendige Pflege und Nutzung für ihren Erhalt, berichten die Initiatoren.

Die neue Amtsleiterin des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Klaudia Schwarz, betonte bei der Ausstellungseröffnung, dass die Kulturlandschaft über Jahrhunderte durch Landbewirtschaftung geschaffen worden sei: "Unser Naturerbe ist unser Kulturerbe." Da Artenrückgang zu Ertragsrückgang führe, habe der Landwirt selbst ein natürliches Anliegen, nachhaltig zu wirtschaften. Vielfältige Fruchtfolge, Blühflächen und spezielle Artenhilfsprogramme kämen deshalb gut an. Aber dazu bräuchte es auch die Bürger, die nicht nur fordern, sondern die Leistungen wertschätzten.

Für den Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) führte die Biologin Christiane Feucht, die die Ausstellung konzipiert hatte, in die einzelnen Ausstellungselemente ein. Die Schau ist noch bis zum 8. November im Steigerwald-Zentrum in Handthal zu sehen. red