Fasten mal anders. Verzichten lässt sich auch auf zu viel CO2 -Verbrauch. "Wie wäre es beispielsweise damit, plastikfrei einzukaufen, den Wäschetrockner mal aus zu lassen, zu tauschen statt zu kaufen, Altes statt Neues zu tragen oder mit dem Rad statt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren? CO2 -Fasten eben", heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Die CO2 -Fasten-Challenge - ein Gemeinschaftsprojekt der Klimaschutzmanager der Metropolregion Nürnberg - bietet während der Fastenzeit jeden Tag Anregungen dafür: Unter co2fasten.wordpress.com finden Interessierte eine Übersicht von 40 Tages-Herausforderungen zum CO2 -Sparen, die sogenannten Challenges.

Diese Challenges sind laut Mitteilung so vielfältig wie die Metropolregion Nürnberg selbst, denn ob eine Challenge eine einfache kleine Aufgabe oder eine größere Herausforderung ist, hängt oft von den Lebensbedingungen der Teilnehmer ab. So ist ein Direktversorger auf dem Land bestimmt schneller zu finden als in der Stadt, während der Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr in Ballungszentren deutlich leichter ist als im ländlichen Raum.

"Nichtsdestotrotz nahmen im letzten Jahr viele Teilnehmer alle 40 Tagesaufgaben an, machten zum Teil das vermeintlich Unmögliche möglich und entdeckten neue klimafreundliche Alternativen für ihren Alltag", erinnert sich Lisa Seyfferth, die die Challenge als Klimaschutzmanagerin in den vergangenen Jahren für Coburg begleitete.

Vergangenes Jahr sorgte die CO2 -Fasten-Challenge für überregionales Interesse. Die Klimaschutzbeauftragten der Metropolregion erreichten Teilnehmer auf dem ganzen Globus - von Schwabach bis Shanghai. Und so wurde die Aktion auch mit dem Preis "Klimaaktive Kommune - Klimaaktivität zum Mitmachen" vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik ausgezeichnet.

Im Landratsamt Coburg freut man sich über die große Resonanz und auf die nächste Runde Klimafasten.

"Zahlreiches Feedback der Teilnehmer im letzten Jahr hat uns gezeigt, dass solch eine interaktive Aktion genau der richtige Weg ist, um jede Bürgerin und jeden Bürger zum Mitmachen beim Klimaschutz zu motivieren", ist Klimaschutzmanagerin Ujvesa Pronaj, die auch dieses Jahr zur Teilnahme an der Challenge aufruft, überzeugt. "Das ist eine spannende Idee für die Fastenzeit", findet auch Landrat Sebastian Straubel und ergänzt: "Da gibt es sicherlich Challenges, die leichter fallen, wie Wasser aus der Leitung zu trinken statt aus Plastikflaschen, oder regional einzukaufen statt online zu bestellen, und welche, die schwerer durchzuhalten sind, wie mal einen Tag ohne Smartphone oder Internet auszukommen." Nichtsdestotrotz will auch er sich der ein oder anderen Tages-Herausforderung annehmen. Die CO2 -Fasten-Challenge sei in jedem Fall ein guter Impuls, um den Alltag auch dauerhaft nachhaltiger zu gestalten.

Teilnehmer der CO2 -Fasten-Challenge 2020 können ihre "bestandenen" Herausforderungen auf einer Checkliste abhaken und einsenden. Unter allen Einsendungen werden zehn Klimaschutzpakete verlost, bestehend aus einer Soulbottle und dem Buch "Die Öko-Challenge". red