Prächtige Stimmung herrschte vor einer Woche in der Eltmanner Georg-Schäfer-Halle, als es im stets mit Spannung erwarteten Unterfranken-Derby der 2. Volleyball-Liga Süd gegen Hammelburg einen hart erkämpften und lange gefeierten 3:1-Sieg für den VC Eltmann gab. Und die Fans dürfen sich nun gleich wieder über ein Heimspiel der Oshino Volleys freuen, die am Samstag (19.30 Uhr) den SSC Karlsruhe zu Gast haben.
Nachdem eine kurze Schwächephase im Schlussteil des ersten Satzes, die letztlich trotz Führung noch den Durchgang kostete, überwunden war, überzeugten die Eltmanner gegen Hammelburg voll. Eines seiner besten Spiele überhaupt für Eltmann machte Zuspieler Merten Krüger, der Dreh- und Angelpunkt der Begegnung war. Aber auch "Johnny" Engel war nach seiner Einwechselung ein Sieggarant.
Doch nach dieser Sternstunde geht es für die Eltmanner wieder bei null los. Von der Papierform her ist die Partie eine machbare Aufgabe, denn der VC Eltmann steht mit 18 Punkten und sieben Saisonsiegen auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Tabellenspitze nimmt derzeit Rüsselheim II ein, das Team von Trainer Feradas liegt einen Punkt vor dem VCE. Der Gegner SSC Karlsruhe hat nur zwei Siege auf der Habenseite. Er zeigte sich in Eltmann beim Vorbereitungsturnier vor Saisonbeginn sehr stark, musste aber mehrere ganz knappe Niederlagen einstecken und verkaufte sich im Pokal-Achtelfinale gegen die Rhein-Main Volleys, ein Top-3-Team der
1. Liga, beim 1:3 recht eindrucksvoll. Nach dem Erfolg im ersten Satz gab es auch im dritten und vierten Durchgang mit 26:28 und 23:25 ein sehr knappes Rennen gegen das Frankfurter Top-Team.
Immer besser scheint sich beim SSC Karlsruhe der Ex-Nationalspieler und Außenangreifer Seyar Rahmani zu positionieren, denn seine Aufschläge waren es, die dem Pokalgegner die größten Kopfschmerzen bereiteten. Auch kann der Karlsruher Coach Diego Ranconi mit Finkbeiner (2,11 Meter) und den Gebrüdern Sandmeier (2,03 und 2,02 Meter) am Netz einen wahren "Himalaya-Block" aufbieten.
Außerdem besiegte Karlsruhe daheim Mainz-Gonzenheim, auch ein Spitzenteam der Liga. In Schwaig gab es zwar eine 1:3-Niederlage, doch nach Bällen hatte Karlsruhe einen 96:94-Vorsprung. Gegen Grafing und Freiburg entwickelten sich spannende Fünfsatzspiele.
Das sind Gründe genug, dass Eltmanns Trainer Milan Maric davor warnt, das Match als Selbstläufer zu betrachten. Es gilt, wie gegen Hammelburg als geschlossenes Team einer für alle zu kämpfen. Die Fans des Red Barons-Fanclubs erwarten, aber Trainer und Manager erhoffen sich einen weiteren Heimsieg, um die tolle Stimmung vom vergangenen Samstag wiederholen zu können. rom