Aber machen Jungen wirklich mehr Probleme? Das Verhalten der Jungs, ihre Sichtweisen und Beurteilungen müssen differenziert und erklärt werden. Die Medienerziehung und das Spiel mit Waffen wurden dabei genauso thematisiert wie konkrete Hilfestellungen zu Fragen der Eltern.
Immer wieder ging der Referent mit Beispielen aus der Praxis auf spezifische Verhaltensweisen von Jungs ein und ermöglichte den Zuhörern faszinierende Einblicke in die männliche Psyche.

Autorität statt Strafe

Eine wichtige Aussage war, dass Strafen für Jungs nicht beeindruckend seien, im Gegenteil, sie würden nicht beachtet und führten zu Trotzreaktionen. Besser sei eine fürsorgliche Autorität, die statt Strafe immer mit einer Aufgabe für Jungen verbunden sein sollte. Damit könne sich der Junge an der Wiedergutmachung messen und sehe darin eine neue Herausforderung, denn Jungs wollten gefordert werden.