von unserer Mitarbeiterin 
veronika schadeck

Tettau — Nicht die offiziellen Tagesordnungspunkte, sondern "sonstige" Themen bildeten den Schwerpunkt der Gemeinderatssitzung am Montagabend.
So sprach Bürgermeister Peter Ebertsch (Bündnis für Tettau) die Sanierung der "Alten Tettauer Straße" an. Demnach liegen Berechnungen vor, wonach rund eine Million Euro in diese Trasse investiert werden müssten. Ebertsch schlug die Prüfung einer Alternative vor, nämlich dahingehend, ob es denn nicht ausreichen würde, unter anderem die Straße abzufräsen, eine Grob- oder Feinteerschicht anbringen zu lassen etc. Hier wäre etwa eine Summe in Höhe von 250 000 Euro fällig.

Wasserleitung im Hang

Heiko Nebatz (SPD) gab zu bedenken, dass im Zuge der Sanierung auch die Wasserleitung und der Kanal eventuell mit saniert werden müssten. In diesem Zusammenhang wies der Bürgermeister darauf hin, dass in diesem Bereich die Wasserleitung im Hang verlaufe und was den Kanal betreffe, so könnte eine Inlinebefahrung vorgenommen werden.
Die Verwaltung wurde nun beauftragt, drei Ingenieurbüros anzuschreiben. Das Büro mit dem günstigsten Angebot soll anschließend mit der Ausschreibung für diese Maßnahme beauftragt werden.

Erst nach den Ursachen suchen

Ein anderes Thema war der hohe Fremdwasseranteil beim Pumpwerk in Langenau. Die Gemeinde wisse nicht, welche Kosten diesbezüglich auf sie zukommen werden, so Ebertsch. Es müssen erst die Ursachen erforscht werden. Sobald die Witterungsverhältnisse passen, soll eine Kanalbefahrung vorgenommen werden.
Für Diskussionen sorgte das Schulschwimmbad. Hier sprach Bürgermeister Ebertsch von anfallenden Sanierungskosten in Höhe von mindestens 400 000 Euro. Diese Summe hielt Willi Güntsch (SPD) für überzogen. Er forderte, dass bei diesem Projekt der Bauausschuss mit einbezogen werde.
Ebertsch stellte klar, dass die Gemeinde bei einer Sanierung aufgrund zu weniger Schüler, die das Schwimmbad nutzen, mit keinerlei Förderungen rechnen könne. Diesbezüglich forderte er die Staatsregierung zum Umdenken auf. Carl-August Heinz meinte, dass man andere Wege gehen müsste. Beispielsweise könnte man das Schulschwimmbad in ein touristisches Projekt umwandeln. Eventuell könnte auch die Energieagentur Nordbayern eine Lösung aufzeigen. Durchaus könne er sich vorstellen, dass man somit in den Genuss von Fördermitteln kommen könnte. Michael Müller (BL) sprach die Bushaltestelle in Alexanderhütte an. Auf dem angrenzenden Dach müsse unbedingt ein Schneefang angebracht werden, um die Kinder vor herabfallenden Schnee zu schützen.
Außerdem ging es um die Parkplatzsituation während des Liftbetriebs in Tettau. Hier wurden die Skiliftbetreiber aufgefordert, auf den Parkplatz in der Schützenstraße hinzuweisen. Zudem sollte die Schneise dort wieder freigelegt werden, damit die Skifahrer schnell den Skilift erreichen können.

Server wird gemietet

Zuvor ging es um die Anschaffung eines neuen zweiten Servers für das Rathaus. Hier sprach sich das Gremium mit 11:3 Stimmen für einen Mietkauf aus. Demnach wird die Gemeinde 48 Monat lang 495 Euro an die Würzburger Firma Living Data bezahlen. Hinzu kommen einmalige Installationskosten in Höhe von 714 Euro.
Bürgermeister Peter Ebertsch berichtete vom Besuch von Dritt- und Viertklässlern im Rathaus. Er habe die Schüler aufgefordert, ihre Wünsche zu äußern. Unter anderem wurde gewünscht, Fenster in der Kleintettauer Bushaltestelle einzubauen, die Löcher in den Straßen auszubessern, den "Steig" zu bauen. Michael Müller fand es "befremdlich", dass Kinder Forderungen aufstellen. Der Bürgermeister hielt dem entgegen, dass dies durchaus seine Richtigkeit habe, denn indem die Schüler ihre Wünsche geäußert haben, konnte er ihnen auch plausibel erklären, dass ein Gemeindeoberhaupt nicht alle Maßnahmen auf einmal realisieren kann.
Keine Einwände gab es beim Antrag von Heinz-Glas, nämlich die Umnutzung des bestehenden Acetylenlager-Gebäudes mit Neubau einer Tankstelle und eines Parkplatzes am Glashüttenplatz in Kleintettau. Auf dem Parkplatz sollen auch fünf Stelen angebracht werden. Das bedeutet, dass künftig Elektro- und Hy bridautos in Kleintettau "aufgeladen" werden können.