Gemäß Bundesnaturschutzgesetz mussten bis 2012 Mittelspannungsmasten in der Umgebung von Großvogelarten gesichert werden. Im Jahr 2015 gab es immerhin noch 14 stromtote Störche - viele Masten wurden übersehen oder wegen technischer Schwierigkeiten ausgelassen, so auch die bei Mainroth. Wieding hat nun den zuständigen Netzbetreiber informiert, dass die gefährlichen Masten in der Mainaue umgehend zu sichern seien.
Die Vermutung lag nahe, dass sie dem Storch zum Verhängnis wurden. Der Beweis stand noch aus. Marianne Fiedler schnappte sich Gummihandschuhe und Kamera und fuhr zum Tatort. "Ich habe Fotos gemacht und den Storch eingesackt", berichtet sie. Dabei sei ihr aufgefallen, dass Blut aus dem Schnabel lief. Ein neuer Verdacht entstand. Möglicherweise war Gift die Todesursache, falls der Vogel eine tote Maus verschlungen hätte. Störche sind Allesfresser, sie fangen lebendige Mäuse oder verschlingen herumliegendes Aas.