Fiedler zufolge hat das Storchenpaar auch im vergangenen Jahr angefangen zu brüten, doch vermutlich wurde das Gelege durch ein schweres Gewitter zerstört.


Spurensicherung wie im Krimi

Dieses Jahr kam erneut ein Schicksalsschlag dazwischen, einer, der an einen Kriminalfall erinnert. Nachdem Marianne Fiedler den ersten Schock überwunden hatte, rief sie beim Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Hilpoltstein an. Oda Wieding, Artenschutzbeauftragte für Weißstorch, Dohle und Stromtod, riet zur Spurensicherung. Wieding erklärt: "Wir versuchen, die Ursachen für individuelle Verluste zu erkennen und zu reduzieren." Häufige Todesursache für Störche seien noch immer Stromschläge an Mittelspannungsmasten. Im Jahr 2012 wurden 23 stromtote Störche gemeldet, die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich viel höher.