"Ein großes Drama" nennt es die Mainrotherin Marianne Fiedler. Als sie den Anruf bekam, sei ihr das Herz in die Magengrube gerutscht. Ein Spaziergänger hatte einen toten Storch in der Mainaue gefunden. "Ich dachte gleich, das ist einer von unseren", berichtet Fiedler, denn auf dem Storchennest ließ sich seit einiger Zeit nur noch einer der beiden Vögel blicken.
In den vergangenen Jahren besuchten immer wieder Störche das Scheunendach der Fiedlers. Daher haben die Anwohner ein Nest angebracht. Das erste, geflochten aus Weide, wurde vom Sturm hinuntergeweht. Daraufhin sponserte der Landschaftspflegeverband ein massives Nest aus Eichenholz, das die Störche selbst mit Zweigen auspolsterten. "Seither waren alle Jahre Störche da", sagt Fiedler. Gebrütet haben sie zum ersten Mal vor zwei Jahren. Von den drei kleinen Störchen überlebten immerhin zwei.