Zum Thema Berufsorientierung wurde in diesem Jahr an den Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien im Landkreis Haßberge eine Umfrage gestartet. Wie fühlen sich die Schüler auf den Übergang in die Berufs- oder Studienwelt vorbereitet? Wer unterstützt sie bei der Berufsorientierung und was wünschen sie sich zukünftig? Von 1694 Schülern nahmen 800 an dieser Befragung teil, wie das Landratsamt Haßberge in Haßfurt am gestrigen Donnerstag informierte.
Die Auswertung der Fragebögen läuft derzeit noch auf Hochtouren. Es zeigt sich laut Landratsamt aber jetzt schon, dass vor allem bei den Gymnasiasten der Wunsch nach einem Pflichtpraktikum (20,4 Prozent) groß ist, ebenso wie die Unterstützung beim Verfassen von Bewerbungen sowie bei der Vorbereitung für ein Bewerbungsgespräch (19 Prozent).
"Diese ersten Ergebnisse sind Sachverhalte, die vielen zwar bekannt, allerdings nicht mit Zahlen hinterlegt sind", äußert Bildungsmanagerin Julia Hünemörder, die die Statistik im Zuge des Projekts "Bildung integriert" erstellt. In dem Bildungsprojekt geht es einerseits um die Erhebung und Auswertung von Sachverhalten, das sogenannte Bildungsmonitoring, und andererseits um die Vernetzung von Verantwortlichen, die im Bildungssektor tätig sind, das Bildungsmanagement.
Um Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, ist das Bildungsprojekt auf Kooperationspartner angewiesen. Einer davon ist die Zak-Geschäftstelle in Haßfurt. Diese bietet unter anderem auch Bewerbungscoaching an: Schulabgänger können dort also lernen, wie man Bewerbungen richtig verfasst, und üben Bewerbungsgespräche in der Praxis. Zak bedeutet: Zukunft mit Arbeit im Kreis Haßberge. "Es ist verständlich, dass junge Menschen in Bewerbungssituationen unsicher sind, weil es nur wenige Möglichkeiten gibt, dies vor dem Ernstfall zu proben", meint Uwe Blos von der Zak-Geschäftsstelle.
Mithilfe der praktischen Erfahrungen eben solcher Kooperationspartner und der erhobenen Zahlen der Umfrage soll gemeinsam mit den Schulen diskutiert werden, wie eine nachhaltige, individuelle sowie bedarfsgerechte Berufsorientierung gemeinsam mit den Schülern gestaltet werden kann. red