Was macht ein ausgebildeter Veterinärmediziner in Syrien, wenn er seine Begeisterung für Bienen entdeckt? Ghazwan Kanbar wollte mehr wissen, lernte Deutsch, studierte in Tübingen Biologie und wurde dort 2004 promoviert. Das Thema seiner Doktorarbeit lässt Imker aufhorchen: "Stichwunden der parasitischen Milbe Varroa destructor an Larven und Puppen der Honigbiene Apis mellifera und Übertragung von Faulbrut-Erregern". Die Varroamilbe ist weltweit ein zunehmendes Problem. Neue Erkenntnisse sind deswegen dringend nötig. Deshalb folgte Kanbar 2007 einem Ruf aus seiner alten Heimat und trat die Stelle eines Assistenzprofessors für Bienenkunde an der Universität Hama an. Die Situation von Bienen und Imkern in Syrien aber lässt ihn nicht los. So veröffentlichte er 2018 den Artikel "Imkern in Kriegszeiten". Auf Einladung des Imkervereins Coburg Stadt und Land wird Kanbar am Samstag, 18. Januar, ab 15 Uhr im Naturkundemuseum Coburg über die Bienenhaltung in Syrien referieren und die syrische Biene in den Mittelpunkt stellen. Der Eintritt ist frei. red