"Die Freude aller am Bau Beteiligten ist groß", betont Thomas Dietrich, Projektleiter im Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) Aschaffenburg. Anfang Oktober war der neue Wehrverschluss, ein 140 Tonnen schweres Drucksegment, in das rechte Wehrfeld der Wehranlage Viereth eingebaut worden.

Zwei große Mobilkräne hatten das Segment von einem schwimmenden Ponton an seine vorgesehene Position zwischen den beiden instandgesetzten Wehrpfeilern gehoben. Dabei hatten die Kranfahrer nur wenige Zentimeter Spielraum, um das 30 Meter lange Segment in seine gewünschte Position zu bringen.

Mittlerweile sind der Mitteilung zufolge die Anschlussarbeiten abgeschlossen und der Probebetrieb so weit fortgeschritten, dass rechtzeitig zu Weihnachten eine Wasserabfuhr durch das instandgesetzte rechte Wehrfeld erfolgen konnte.

Zum Durchatmen bleibt laut WNA jedoch wenig Zeit, denn die Vorbereitungen für das zweite Wehrfeld laufen bereits auf Hochtouren. Das Drucksegment ist bereits zusammengeschweißt und im März 2020 geht es auch an der Wehranlage wieder zur Sache.

Damit die Wehranlage im Winter wieder zur Hochwasserabfuhr einsatzbereit ist, war es den Angaben zufolge notwendig, die Arbeiten in einem Mehrschichtbetrieb und in Wochenendarbeit zu organisieren.

Das WNA führt seit 2014 für rund 28 Millionen Euro eine Grundinstandsetzung der Wehranlage durch. Durch diese wird die Betriebssicherheit der Wehranlage für Jahrzehnte gewährleistet und damit auch die Sicherheit des Schiffsverkehrs auf dem oberen Main.