Das monatliche Treffen der Neubürger Bad Kissingens fand am 20. Mai erneut online statt. Diesmal berichtete Fritz Lang aus seinem Leben als Sohn eines Hoteliers bis hin zum Gründer, Unternehmer und Gesellschafter der Unternehmensgruppe Heiligenfeld.

Als Junge Schuhe geputzt

"Angefangen habe ich als kleiner Junge mit dem Schuhputzen im Familienbetrieb", sagte Fritz Lang. Damals stellten die Hotelgäste des Kurhotels "Fürst Bismarck" die Schuhe abends heraus und über Nacht wurden diese dann geputzt. Das Hotel befand sich schon seit vielen Jahrzehnten im Besitz der Familie Lang und wurde vom Opa Hans Lang gegründet. Sobald Fritz Lang lesen konnte, durfte er seinen eigenen Kuchen nach Rezept backen und wurde als Küchenhilfe und Spüler eingesetzt, bevor er eine Ausbildung als Koch absolvierte.

Als das Motel- und Hotelgeschäft nicht mehr so gut ging, suchte Fritz Lang nach neuen Ideen. Durch eine Umfrage stellte er fest, dass psychosomatische Erkrankungen nur von wenigen Kliniken in Deutschland behandelt wurden.

Auf eine Stellenanzeige als Chefarzt meldeten sich 70 Chefärzte. Mehr als 30 Bewerber schaute ich mir davon an, sagte Fritz Lang. Gemeinsam mit Dr. Joachim Galuska wandelte er das Kurhotel in eine psychosomatische Klinik um. Im Oktober 1990 eröffnete die heutige Fachklinik mit 43 Betten und 25 Mitarbeitern.

Die Spezialisierung auf psychische und psychosomatische Erkrankungen mit einer ganzheitlichen Ausrichtung führte zu einem guten Image und Wartelisten.

Durch die Übernahme des Landhauses Baunach und des Sanatoriums Diana entstand 2002 die Parkklinik Heiligenfeld in der Bismarckstraße. Das war das erste Haus in der Bismarckstraße, sagte Lang. Die Parkklinik Heiligenfeld wurde eine psychosomatische Klinik für Privatpatienten, Selbstzahler und Beihilfepatienten und richtet das Behandlungsangebot an Lehrer, Führungskräfte und Beamte.

2002 Akademie-Gründung

Ebenfalls im Jahr 2002 wurde die Akademie gegründet, die Bildungseinrichtung der Unternehmensgruppe Heiligenfeld. Weiter ging es mit der Familienklinik in Waldmünchen, der Luitpoldklinik in Bad Kissingen, sowie den psychosomatischen Kliniken in Uffenheim, Bad Grönenbach und Berlin.

Fritz Lang ging in einzelnen Erzählungen darauf ein, welche Widerstände und Herausforderungen es in der mehr als 30-jährigen Unternehmensgeschichte gab und wie mit Unternehmertum und Mut Lösungen gefunden wurden. Er zeigte auf, dass er in Vorbereitung auf die Bücher seines Vaters deutlich wurde, welch ein Glück die Familie Lang dabei auch hatte.

Am Ende seines Vortrags gab Fritz Lang einen Hinweis auf die beiden Bücher mit den Lebensgeschichten von Hans und Ludwig Lang. Beide Bücher sind veröffentlicht und können bei ihm gekauft werden. In drei Wochen wird Fritz Lang dann mit seinem eigenen Buch beginnen, welches unter dem Titel stehen wird "Fritz Lang: Träume verwirklichen - vom Familienbetrieb zu Heiligenfeld". In der anschließenden Fragerunde gingen die Teilnehmer unter anderem auf die Namensgebung Heiligenfeld, der neu eröffneten Klinik in Berlin, sowie der Spendenaktion ein und bedankten sich bei Fritz Lang für den Einblick in sein Leben.

Nächster Termin 17. Juni

Der nächste Neubürgerstammtisch findet am 17. Juni 2021 statt. Die beiden Initiatorinnen Dr. Elisabeth Müller und Anita Schmitt werden Anfang Juni den Ort und den referierenden Gast bekannt geben. Sie hoffen, dass das nächste Treffen wieder in Präsenz durchgeführt werden könne. red