Der Gesundheitsverbund Regiomed hat mit der Gründung der Medical School Regiomed 2016 die Möglichkeit geschaffen, vor Ort in Oberfranken und Südthüringen einen Abschnitt des Medizinstudiums zu absolvieren. In dem sechsjährigen Studienprogramm der Universität Split und des Regiomed-Verbundes verbringen die Studierenden die ersten drei Jahre an der Universität Split in Kroatien und erwerben dort die vorklinischen Grundlagen, bevor sie im vierten Studienjahr an die Regiomed-Kliniken nach Oberfranken und Südthüringen zurückkehren, um den klinischen Abschnitt abzuschließen.
Die ersten Studierenden haben im Oktober 2016 ihr Studium in Split begonnen und werden 2019 zu Regiomed zurückkehren. Vom 18. bis 21. September hatten die Studierenden des ersten Jahrgangs der Medical School sowie Studierende der Gesundheitsförderung der Hochschule Coburg im Rahmen der Sommerakademie der Medical School die Möglichkeit, Krankenhausluft im Verbund zu schnuppern und einen Einblick in den Arbeitsalltag der ärztlichen Kollegen zu bekommen.
"Die Sommerakademie ist eine ideale Gelegenheit, den Studierenden schon früh im Studium praktische Fähigkeiten zu vermitteln und sie mit unseren Häusern vertraut zu machen", erklärt Chefarzt Dr. Dr. Ralph Mäffert (Klinikum Neustadt bei Coburg). "Es macht Freude zu sehen, mit welchem Eifer und Wissensdurst unsere Studenten bei der Sache sind", sagen Dr. Christian Mahnkopf (Klinikum Coburg) und Dr. Erik Erler (Klinikum Neuhaus).
Rund 20 Studierende nutzten die Gelegenheit und nahmen die verschiedenen Kursangebote und Hospitationsmöglichkeiten in Lichtenfels, Coburg, Sonneberg, Hildburghausen, Neustadt bei Coburg, Schleusingen und Neuhaus am Rennsteig wahr.
Unter anderem standen Nahtkurse, Hospitationen im OP, in der Notaufnahme, im Intensivbereich sowie in den Herzkatheterlaboren und auf verschiedenen Stationen, Begleitung bei Visiten und Besprechungen, Trainings an verschiedenen Modellen wie der Geburtshilfe oder Kurse zu Themen wie Schmerztherapie, physikalische Therapie, Entspannungsverfahren, praktische Radiologie oder Kindertraumatologie auf dem Programm. Kathrin Thaler