Zum Leserbrief "Bombiger Scherz zur besten Fastenzeit" zum Thema "E-Mobilität" (Rundschau vom 16. Februar) erreichte uns diese Lesermeinung:

Die Aussage von Herrn Öhrlein, dass E-Fahrzeuge mit Lithium-Batterien im Hinblick auf Klima- und Umweltschutz zurzeit die beste Lösung seien, möchte ich so nicht stehen lassen.

In der BR erschien am 14. Dezember 2019 ein sehr interessanter Beitrag über "das Smartphone und seine Schätze", aus dem wir gelernt haben, was Konfliktmineralien sind und welche Umweltprobleme bei der Herstellung von Smartphone-Komponenten auftreten.

Erwähnt war auch Lithium, das zum Beispiel in der Atacama-Region in Chile mit Grundwasser ausgespült wird. Dadurch sinkt der Grundwasserspiegel noch weiter ab. Wertvolles Trinkwasser wird verschwendet und verseucht.

Was ist mit alten Autos?

Es sollte auch bedacht werden, dass die Fahrzeuge erst mal hergestellt werden müssen. Dafür braucht es Metalle (darunter sehr viele seltene Erden), Strom, Lieferungen ... Und was ist mit den alten Autos? Schrott? Auch die Ladestationen müssen gebaut werden.

Ich habe gelesen (BR vom 30.11.2020), dass die sogenannten Wall-Boxes ("Wandschachteln") zum Anschluss ans heimische Stromnetz vom Staat nur gefördert werden, wenn sie "intelligente Systeme" enthalten; das bedeutet, dass Daten konstant zur nächstgelegenen Mobilfunkanlage ausgefunkt werden und somit die Umgebung der Wall-Box mit Elektrosmog verpestet wird, der nach Einstufung der WHO möglicherweise krebserregend ist (Kategorie 2B).

Wissenschaftler, die industrie-unabhängig forschen, fordern sogar eine Hochstufung in die Kategorie 1 "krebserregend" und Aufklärung der Bevölkerung durch die Ministerien (was bisher durch den Lobby-Einfluss der Mobilfunk- und Auto-Industrie nicht passiert).

Zu diesem Thema kann man sich bei diagnose-funk.org informieren.

Das Fazit

Mein Fazit: Einziger Umwelt- und Klimaschutz ist laufen, radeln, Bus und Zug fahren, Fahrgemeinschaften bilden und alte Autos so lange wie möglich fahren, egal was uns Auto-Industrie und Staat an überwachbarer Technik als fortschrittlich verkaufen wollen.

Die wollen nur Wirtschaftswachstum und Konsum fördern, das aber steht in unvereinbarem Widerspruch zum Umweltschutz.

Marco Oettinghaus

Mainleus