Hauptthema beim gut besuchten, offenen Stammtisch der Freien Wähler/WGU in der "Alten Post" war die aktuelle Diskussion um die marode Trinkwasserversorgung und deren bevorstehende Sanierung. Vorsitzender Helmut Bergmann hatte zu diesem Thema Zahlen und Unterlagen aus der örtlichen Verwaltung und auch aus umliegenden Gemeinden ermittelt, die im WGU-Vorstand besprochen und aufbereitet worden waren. So verglich man beispielsweise die Wasser- und Abwasserkosten in anderen Kommunen. Ebenso wurde eine unverbindliche Hochrechnung diskutiert, in welcher Höhe sich der finanzielle Anteil der Grundstücksbesitzer ohne eventuelle öffentliche Fördergelder bewegen könnte.
Egal, für welche Lösungsvariante man sich am Ende entscheide, gestalten sich die Aufwendungen letztendlich in annähernd gleicher Höhe. Die Wählergemeinschaft Untersteinach (Freie Wähler) machte deutlich, dass in jedem Fall die bevorstehende Kostenbelastung für die Bevölkerung möglichst gering gehalten werden muss.
"Bedauerlicherweise haben es die Verantwortlichen in den zurückliegenden Jahrzehnten versäumt, das Rohrleitungsnetz kontinuierlich instand zu halten", führte Bergmann aus. Somit müssten als wichtigste Maßnahme vorrangig die maroden Leitungen wiederhergestellt beziehungsweise ausgetauscht werden. Anschließend solle geprüft werden, ob und gegebenenfalls wo weiterhin Wasserverluste auftreten; auch seien sämtliche Wasserzähler zu untersuchen und zu eichen, auf deren Grundlage bislang die Wasserverluste in einer Größenordnung von 50 Prozent errechnet werden.
Die Untersteinacher Freien Wähler machten deutlich, dass sie sich ganz eindeutig für die Beibehaltung des kommunalen Pressecklein-Brunnens "vor Ort" aussprechen und gegen den Hauptanschluss an die Fernwasserversorgung (FWO): Besonders deshalb, um gegen mögliche Ausfälle dieser Anlage zum Beispiel bei Wasserknappheit in trockenen Sommern oder Sabotage-Anschlägen auch in Zukunft gewappnet zu sein.
Mit einer Leistung von jährlich 125 000 Kubikmetern sei die Quelle am Pressecklein optimal in der Lage, die in Untersteinach benötigte Menge von 80 000 Kubikmetern Trinkwasser zur Versorgung der Bürger zu sichern. Mit den restlichen 45 000 Kubikmetern habe man noch eine stattliche Menge für zukünftige Abnehmer in der Reserve.
Bergmann schlug auch vor, einen Schwimmer zum Abschalten der Pumpe am Hochbehälter zu installieren, wie es heute in jeder Toilettenspülung gang und gäbe sei, damit nicht täglich die Bauhofarbeiter mehrmals hochfahren müssen und kostbares Trinkwasser verloren gehe. red